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Aus der Stadt Wie gefährlich ist es rund ums Faust-Gelände?
Hannover Aus der Stadt Wie gefährlich ist es rund ums Faust-Gelände?
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00:16 10.02.2017
Von Bärbel Hilbig
Mehr Licht zur Abschreckung gegen Dealer: Der Zugang zum Gretchen-Biergarten vom Uferweg. Quelle: Alexander Körner
Hannover

Die Polizei betont, dass sie sexualisierte Gewalt, zu der auch Beleidigungen und Anfassen gehört, in der Gegend selten registriert. Im konkreten Fall soll der Täter der Frau allerdings zunächst vergeblich Drogen zum Kauf angeboten haben. Kurz danach hat er sich an ihr vergangen. Die Polizei verfolgt den Drogenhandel rund um Faust-Gelände und Café Glocksee seit einiger Zeit verstärkt. Ist dennoch unter Dealern das Gefühl entstanden, sich im rechtsfreien Raum zu bewegen?

Dealer sprechen Gäste an

Mitarbeiter von Vereinen und Firmen auf dem Faust-Gelände sehen das Treiben der Dealer quasi vor ihrer Haustür mit Sorge. „Das hat zugenommen. Unsere Gäste werden auf dem Weg zu uns von Dealern angesprochen, und das gefällt uns gar nicht“, sagt Hans-Michael Krüger, Geschäftsführer des Kulturzentrums Faust. Auf dem eigenen Terrain verweisen bei Veranstaltungen der Sicherheitsdienst und ansonsten Mitarbeiter Dealer des Geländes.

Eine 38 Jahre alte Frau ist am Freitagabend im Eingangsbereich des Biergartens "Gretchen" in Hannover-Linden vergewaltigt worden.

Außerhalb des eigenen Grundstücks sind die Möglichkeiten der Faust-Leute jedoch beschränkt. Seit rund zwei Monaten haben sie an einem Außengebäude, das an die benachbarte öffentliche Wiese grenzt, die Beleuchtung verstärkt. Der Verein Kargah hat in Richtung Leinaustraße ebenfalls stärkere Lampen installiert. Das Licht soll Drogenhändlern den Aufenthalt verleiden. Der Rad- und Fußweg am Biergarten Gretchen ist bereits ausgeleuchtet, damit Dealer sich von dort fernhalten. Direkt neben dem Gelände liegen Rad- und Fußwege allerdings fast im Dunkeln. „Licht wäre meiner Meinung nach dort aber notwendig“, betont Krüger.

Licht für den Weg abgelehnt

Der Bezirksrat in Linden hat vergangenes Jahr ebenfalls eine Beleuchtung des Rad- und Fußwegs an der Ihme gefordert. Die Verwaltung habe dafür grundsätzlich großes Verständnis, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Für 2017 seien Planung und Finanzierung aber abgelehnt worden. Ähnlich erging es dem Bezirksrat Mitte mit einem Antrag für zusätzliche Beleuchtung am Glocksee-Gelände. Den Lindenern ist zugesagt worden, ihr Anliegen später erneut zu prüfen.

Die Polizei hat auf die Zunahme des Drogenhandels mit verstärkten offenen und verdeckten Kontrollen reagiert. „Wir haben das Problem im Blick und verfolgen grundsätzlich das Ziel, den Handel einzudämmen“, betont eine Sprecherin. Aktuell fahndet die Polizei nach dem Täter von Freitagabend, einem 1,70 Meter großen Afrikaner mit dunkler Kleidung, der gebrochen deutsch spricht. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (0511) 1095555 entgegen.

Licht erhöht das Sicherheitsgefühl

Eine bessere Beleuchtung von Wegen rund um die Veranstaltungszentren Faust und Glocksee würden die Fachfrauen des Vereins Frauennotruf Hannover begrüßen. „Auf den Wegen an der Ihme sind relativ viele Radfahrer und Fußgänger unterwegs, die davon profitieren würden“, sagt Petra Klecina vom Frauennotruf. Im Dunkeln liegende Strecken erhöhten das Unsicherheitsgefühl. Die Sozialpsychologin warnt allerdings vor Panikmache. „Wir wollen Frauen keine Angst machen.“

Die weit überwiegende Zahl von Vergewaltigungen geschehe in Beziehungen und Familie. Dennoch sei es immer möglich, dass es bei größeren Veranstaltungen zu sexuellen Übergriffen durch Fremde komme.

„Es kann zum Schutz sinnvoll sein, sich abends nicht allein auf den Heimweg zu machen. Wir raten Frauen, aufeinander acht zu geben. Vor allem wenn eine Freundin betrunken ist, sollte sie begleitet werden.“     

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