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Aus der Stadt Wie viel „FKK-Villa“ verträgt Hannover 96?
Hannover Aus der Stadt Wie viel „FKK-Villa“ verträgt Hannover 96?
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00:15 15.05.2016
Von Jutta Rinas
"Quicky inklusive": Die "FKK-Villa" wirbt mir dem 96-Logo. Quelle: Archiv/Behrens/M
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Hannover

Sie wolle nicht moralisch argumentieren und fordern, dass ein Fußballverein prinzipiell keine geschäftlichen Beziehungen zu Bordellbetreibern oder Prostituierten unterhalten dürfe, sagte Barbara David, Geschäftsführerin von „Violetta“, der Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen, am Mittwoch .

Mit so einer Haltung würde auch die legale Prostitution nur generell wieder in den Bereich des Sittenwidrigen gedrängt. Aus Davids Sicht ist ein Verein wie 96 allerdings in der Pflicht sicherzustellen, dass bei solchen Geschäftspartnern keinerlei illegale käufliche Liebe im Spiel ist: keine Zwangsprostitution also, kein Sex mit Minderjährigen, keine Ausnutzung der Situation hilfloser ausländischer Frauen. „Der Verein hat auch eine Vorbildfunktion für Jugendliche.“

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Das ist in der „FKK-Villa“ offenbar nicht der Fall. Erst kürzlich hatte das Landgericht einen Zuhälter, der Frauen in dem Bordell anschaffen lässt, wegen schweren Menschenhandels verurteilt.

Das Bordell ist seit Jahren Mitglied im 96-Business-Club, darf als solches prinzipiell mit dem Vereinslogo werben – und tut dies derzeit auch offensiv: Das Bordell aus Oberricklingen lädt unter dem Motto „Wie geil ist das denn. Nach dem Abstieg kommt der Aufstieg“ zu einer Sex-Party nach dem letzten Erstligaspiel von 96 ein.

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