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Aus der Stadt Wie viel kostet Hannovers Straßensanierung?
Hannover Aus der Stadt Wie viel kostet Hannovers Straßensanierung?
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12:57 13.12.2017
Hannover

Die Haus- und Wohnungsbesitzer bereits sanierter Straßen wissen noch nicht, mit welchen Summen sie sich an den Kosten beteiligen müssen. „Wir haben noch nichts gehört“, berichtet Anwohnerin P. die in der Bürgermeister-Fink-Straße (Südstadt) wohnt. Ihr Mann habe sich bei der Stadt telefonisch erkundigt, berichtet die Besitzerin einer Eigentumswohnung. Dort habe man ihm gesagt, dass rund 600 Euro fällig würden.

Die Bürgermeister-Fink-Straße ist eine der fünf Straßen aus dem umstrittenenen Straßensanierungsprogramm, die bereits erneuert worden sind. Es gebe noch keine Rechnungen für die Anwohner, weil die Abschlussrechnungen der Bauunternehmer noch nicht vorlägen, berichtet Rathaussprecher Alexis Demos. Die Berechnung sei komplex, weil der Betrag nicht nur von den Gesamtkosten sondern unter anderem auch von der Grundstücksgröße abhänge, und davon, ob die einzelnen Häuser jeweils einen Besitzer hätten oder einer Eigentümergemeinschaft gehörten.

Das Straßensanierungsprogramm, das Schostok im Oberbürgermeisterwahlkampf Sympathien eingebracht hat, ist inzwischen wegen der finanziellen Beteiligung der Hauseigentümer höchst umstritten. Die Straßenausbaubeitragssatzung der Landeshauptstadt regelt die finanzielle Beteiligung der Eigentümer. Die Stadt geht davon aus, dass die Anlieger im Schnitt 40 bis 50 Prozent der Kosten tragen müssen. Die Umverteilung könnte aber noch viel höher liegen. Denn laut Satzung müssen sich die Anlieger kleiner Straßen mit einem Anteil von 75 Prozent an den Sanierungskosten beteiligen.

In Ricklingen droht Krach

Stefan Hoffmann aus Waldheim ärgert, dass Schostok sein Wahlversprechen auf Kosten der Bürger einlöst. „Meine Stimme hat er nicht mehr“, sagt er. Hoffmann muss demnächst für zwei Wohnungen den Sanierungsbeitrag zahlen, den Betrag kennt er noch nicht. Anwohnerin P. dagegen ist zufrieden mit der Sanierung in der Bürgermeister Fink-Straße. Statt des Kopfsteinpflasters hat die Straße in diesem Bereich jetzt eine Asphaltoberfläche. „Es ist jetzt hier viel ruhiger“, berichtet sie. Außerdem würden die Radfahrer jetzt nicht mehr auf den Gehweg ausweichen. Deshalb ist sie über die 600 Euro nicht unglücklich. „Für uns hat sich das gelohnt.“

Unterdessen droht in Ricklingen Krach zwischen dem Bezirksrat und der Stadtverwaltung. Dort waren die Anwohner einiger Straßen am vergangenen Wochenende mit Handzetteln in den Briefkästen darüber informiert worden, dass demnächst Straßensanierungen anstehen. „Es fehlt bisher die Information der Bezirksratsmitglieder“, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Dette (Grüne). „Das ist nicht förderlich für die Stimmung zugunsten des Straßensanierungsprogramms“, meint er.

Von Mathias Klein

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