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Aus der Stadt Wiesn an der Leine
Hannover Aus der Stadt Wiesn an der Leine
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22:22 21.09.2011
Bayerische Gastlichkeit findet man im Bavarium in der Windmühlenstraße das ganze Jahr über. Doch nur dieser Tage servieren dort Dimitra Mavridou (Bild) und ihre Kollegen das original Oktoberfestbier von Löwenbräu. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Statt mit Trachtenschauen wirbt die Landeshauptstadt eher mit günstigen Fahrgeschäften. Statt Gedrängel vor den Zelten gibt es in Hannover sogenannte Ruhezonen. Und die Partys dauern nicht bis in den Morgen, sondern nur bis ein Uhr, zumindest in den zwei (!) Festzelten. Dafür ist die Maß aber im Schnitt zwei Euro billiger. „Wir wollen und können uns gar nicht mit den Bayern vergleichen – wir bieten eher ein Familienfest“, betont Arthur Armbrecht, Geschäftsführer der AG Volksfeste. Hannover setze auf günstige Preise und eine gemütliche Atmosphäre. Entsprechend hieß das hannoversche Oktoberfest früher noch Herbstfest. „Aber der Name Oktoberfest hat sich eben bei den Besuchern durchgesetzt.“ Am Freitag soll es auf dem Schützenplatz losgehen. Bis dahin haben die 140 Aussteller laut Platzkoordinator Axel Radünz alle Aufbauten an den Fahrgeschäften abgeschlossen. Am Mittwoch waren schon 90 Prozent der Arbeiten erledigt.

Warum nach München fahren?! Auch in Hannover wird Oktoberfest gefeiert. Mit ein paar Hilfen kann man es dabei genauso zünftig angehen lassen wie in Bayern.

Neben neuen Fahrangeboten gibt’s auch in diesem Jahr besondere Feiertage. An den Familientagen am Mittwoch, 28. September, und Mittwoch, 5. Oktober, kosten die Fahrgeschäfte zum Beispiel nur die Hälfte. Am sogenannten Ladys Day am Donnerstag, 6. Oktober, zahlen Frauen an Ständen und Fahrgeschäften weniger. Und natürlich kann man auch Kindergeburtstage auf dem Fest feiern. Besonders spannend dürfte der Freitag, 7. Oktober, werden. Dann treffen sich etwa 1200 Kinder zum Laternenfest. Mehr als 250 Kindergärten sind eingeladen, spontane Besucher können sich an der kostenlosen Laternenausgabe mit Lampions versorgen. „Wir werden auch in diesem Jahr unserem Anspruch, etwas Attraktives, Schönes und Anderes zu bieten, gerecht werden“, sagt Harald Müller, der Werbechef des Oktoberfestes. Als Beispiel nennt er das Feuerwerk, das jeweils am Freitag unter dem Motto „Herbstliebesgeflüster“ abgefeuert wird. Die Firma Prinz will Herzen in den Nachthimmel schießen. Die leuchten zwar nicht in blau-weißen Farben, „aber wir sind eben auch nicht Bayern“, sagt Armbrecht. Und er findet das gut.

Nach der diesjährigen Oktoberfestausgabe soll sich einiges im Konzept ändern. Armbrecht möchte das Thema Herbst wieder mehr in den Vordergrund rücken. „Der Herbst wird zum Beispiel mit dem Erntedankfest assoziiert, also wollen wir mit der Landjugend der Region ein gemeinsames Fest gestalten“, sagt er. Zudem möchte er den Pöttemarkt aufs Festgelände holen. „Der traditionelle Pöttemarkt ist nach dem Umzug vom Klagesmarkt zur Marktkirche etwas eingeschlafen. Wir wollen den Markt wieder zu alten Ehren kommen lassen“, sagt Armbrecht. Verhandlungen mit der Stadt laufen bereits. „Weitere Pläne gehen wir erst nach dem aktuellen Fest an.“

Jan Sedelies

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