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Aus der Stadt 2000 Besucher kommen zum Weihnachtsbasar
Hannover Aus der Stadt 2000 Besucher kommen zum Weihnachtsbasar
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00:15 16.12.2015
Von Simon Benne
Die Queen ist von Pappe: Harald Härke, Gisela Vetter-Liebenow. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Er brauchte nicht lange, bis er fündig wurde: Hannovers neuer Kulturdezernent Harald Härke entdeckte das Poster an einem Stand - und kaufte es sofort. Die inzwischen verstorbene Künstlerin Marie Marcks hatte das Plakat zu ihrer letzten Ausstellung eigenhändig signiert: „Sie war eine faszinierende Persönlichkeit und hat ein grandioses Werk hinterlassen“, schwärmt Härke: „Das Plakat bekommt einen schönen Platz in meinem Büro.“

Wie Härke verließen zahlreiche Besucher den Weihnachtsbasar im „Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“ schwer beladen. Seit Jahren zählt der Basar zu den beliebtesten Veranstaltungen des Hauses: „Die Resonanz wächst von Jahr zu Jahr“, sagt Museumsdirektorin Gisela Vetter-Liebenow. Am Wochenende drängten sich an zwei Tagen jeweils mehr als 1000 Besucher in dem Haus im Georgengarten. Es gab Kinderaktionen, Kurzführungen durch die Ausstellungen - und an zahlreichen Ständen boten Kunsthandwerker ihre Produkte feil: Kinderkleider und Krippenfiguren, Ketten aus Ton oder handgenähte Taschen.

Am Wochenende drängten sich an zwei Tagen jeweils mehr als 1000 Besucher im Wilhelm-Busch-Museum.

„Unsere Max-und-Moritz-Lebkuchen waren ein Renner“, sagt Museumsmitarbeiterin Lena Weber, die an ihrem Stand außerdem Streichholzschachteln mit Wilhelm-Busch-Motiven präsentierte. Aus Goslar waren Martina und Jens Kloppenburg angereist: „Eigentlich wollten wir die aktuelle Ausstellung ,Going West!’ mit den Lucky-Luke-Comics ansehen“, sagen sie: „Dieser Basar ist für uns eine Art unverhofftes Weihnachtsgeschenk.“

Die schönsten Schnäppchen ließen sich beim Flohmarkt ergattern: Dort gab es einen echten Janosch für 100 Euro. Oder den „Drachen Kokosnuss“ des Kinderbuchautors Ingo Siegner als wetterfeste Figur für den Garten. Oder eine Dose original Göttinger Elchrahm-Suppe: Wenn der Satirepreis „Göttinger Elch“ überreicht wird, bekommt der Ausgezeichnete auch 99 Konserven dieser Suppe. Das Flohmarkt-Exemplar kam aus dem Besitz des Preisträgers von 2007, Ernst Kahl. „Viele Stücke stammen aus Kellern und Depots von Freunden unseres Hauses“, sagt Vetter-Liebenow. Sie hatte jedoch auch ein echtes Museumsstück im Angebot: die Queen als lebensgroße Pappfigur. Ein Überbleibsel der großen Landesausstellung zur Personalunion im Jahr 2014.

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