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Aus der Stadt "Charlie Hebdo"-Karikaturen unter Polizeischutz
Hannover Aus der Stadt "Charlie Hebdo"-Karikaturen unter Polizeischutz
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00:15 11.07.2016
Von Simon Benne
Unter Polizeischutz: Die Ausstellung zu französischen Karikaturen im Wilhelm-Busch-Museum Quelle: Benne
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Hannover

Der Polizeiwagen steht unweit des Eingangs, davor stehen Polizisten mit Maschinenpistolen, die das Museum im Auge behalten: Die Ausstellung "Caricatures", die jetzt im Wilhelm-Busch-Museum im hannoverschen Georgengarten zu sehen ist, geht unter Polizeischutz über die Bühne. "Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt Museumsdirektorin Gisela Vetter-Liebenow: "Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter und die Besucher ein Gefühl der Sicherheit haben."

Im Wilhelm-Busch-Museum ist die Austellung "Caricatures. Spott und Humor in Frankreich von 1700 bis in die Gegenwart" zu sehen. Noch bis zum 6. September haben Interessierte die Möglichkeit, Werke aus der Geschichte der frantösischen Karikatur bis "Charlie Hebdo" zu sehen.

Die Ausstellung zeigt unter anderem Karikaturen aus der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo". Deren Redaktion war Anfang 2015 zum Ziel eines blutigen Anschlags islamistischer Attentäter geworden. Im Busch-Museum sind zwar keine Mohammed-Karikaturen zu sehen, doch einige der ausgestellten Zeichnungen üben sich sehr wohl in Religionskritik. Daher sei man nach Gesprächen mit der Polizei überein gekommen, während der Öffnungszeit der Ausstellung und bei Abendveranstaltungen das Museum zu schützen, sagt Vetter-Liebenow. In der Geschichte des Museums sei das ein bislang einmaliger Vorgang.

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Die Ausstellung "Caricatures" widmet sich bis zum 6. November der Geschichte der französischen Karikatur. Zu sehen sind mehr als 200 Werke aus fünf Jahrhunderten - darunter auch Spottzeichnungen von Zeichnern wie Charb, die beim Anschlag auf "Charlie Hebdo" ums Leben kamen. Außerdem werden Comics gezeigt, die sich mit dem Gelehrten Leibniz beschäftigen.

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