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Aus der Stadt Wird die Lister Meile länger?
Hannover Aus der Stadt Wird die Lister Meile länger?
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20:39 30.08.2011
Für die Anliegerstraße am Weißekreuzplatz soll es ein neues Konzept geben. Quelle: Hagemann
Hannover

Am Ende könnte, so deutete es ein Grünen-Politiker an, der Fußgängerzonenbereich der Lister Meile verlängert werden. Den entsprechenden Namen trägt der Straßenabschnitt dort ohnehin schon. Die Zufahrt für Anlieger und Geschäftsleute müsse natürlich gewahrt bleiben.

Zu den „Missständen am Weißekreuzplatz“ gehöre, dass dort „in lauen Sommernächten geleaste Cabriolets ihre Runden drehen und die Anwohner stören“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Sandow (SPD). Das könne mit einer Neuplanung des westlichen Abschnitts unterbunden werden – wenn dort keine Autos mehr fahren dürfen, ist kein Rundkurs mehr möglich. Gemeinsam mit den Grünen hatte seine Fraktion einen Antrag vorgelegt, „mögliche alternative Verkehrsformen“ für den Straßenabschnitt vorzustellen. Dabei gehe es aber nicht um aufwendige Umbauten, versprach Martin Nebendahl (Grüne) auf kritische Nachfragen von Joachim Albrecht (CDU): „Dort sind durchaus Umplanungen ohne großen Aufwand denkbar, etwa durch Markierungen und Schilder für 10.000 bis 20.000 Euro.“

Eine Verlängerung der Fußgängerzone oder zumindest ein echter verkehrsberuhigter Bereich dürfe am Ende schon dabei herauskommen, deutete Nebendahl beiläufig an. Die Verwaltung soll jetzt zunächst ein paar Ideen vorbereiten – aber ausdrücklich noch „keine finale Planung“, betont Christopher Wolters (SPD). Damit solle verhindert werden, dass Bürger nachher vor vollendete Tatsachen gestellt würden. Am Ende fiel der Beschluss mit kleinen Änderungen einstimmig. Die Verwaltung soll nun in den nächsten Monaten zu einer Bürgerversammlung einladen.

Mehr Platz für Fußweg

Der Bezirksrat beschloss auch, dass der Engpass auf dem Fußweg an der Nordseite des Pavillons, wo die Außengastronomie des Cafés „Mezzo“ Fußgängern kaum Platz lässt, beseitigt werden soll. Der Kontaktbeamte der Polizei, Werner Paetz, sagte, der Polizei sei diese Stelle „schon lange ein Dorn im Auge“, weil Fußgänger auf die Straße auswichen. Er gab dem städtischen Marktamt die Schuld, weil es zu viele Flächen vermarkte, „um Kasse zu machen“. Allerdings wurde er von der Stadtverwaltung korrigiert: Ausgerechnet dort könne das Marktamt nichts ausrichten, die Fläche gehöre fest zum „Mezzo“. Der Bezirksrat forderte die Stadtverwaltung daher auf, den Bürgersteig zu verbreitern, um den Bereich „auch für Menschen mit Kinderwagen und Rollstühlen passierbar zu machen“.

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