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Aus der Stadt Wirtschaft ist gegen Pläne für D-Linie
Hannover Aus der Stadt Wirtschaft ist gegen Pläne für D-Linie
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21:51 30.11.2012
Von Bernd Haase
Schon jetzt ein wunder Punkt im Verkehr: Für Staus auf der Kurt-Schumacher-Straße ist oft die Ampelschaltung am Ernst-August-Platz verantwortlich.
Schon jetzt ein wunder Punkt im Verkehr: Für Staus auf der Kurt-Schumacher-Straße ist oft die Ampelschaltung am Ernst-August-Platz verantwortlich. Quelle: Ditfurth
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In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer, der Handelsverband und die City-Gemeinschaft der Kaufleute die Behörde auf, auf die Streckenverlängerung vom Hauptbahnhof über den Raschplatz zum Platz der Kaufleute zu verzichten. Geschehe dies nicht, drohe ein Verkehrschaos. Anlass für die erneute Stellungnahme der Wirtschaft ist das Verkehrsgutachten, das den Planungen der Region zugrunde liegt und erst kürzlich im Detail öffentlich wurde. „Wir halten die Ergebnisse für nicht plausibel“, sagt Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK.

So seien Verkehrsangaben nur für einen Teil der Knotenpunkte vorhanden, Fußgängerampeln und Abbiegespuren nicht angegeben, und die Verkehrsmenge in Teilbereichen der Innenstadt sei zu niedrig angesetzt worden. Andererseits solle die Schillerstraße einen Verkehrszuwachs von 150 Prozent verkraften. Es gebe keine Aussagen, wie das gelingen könne. Gleiches gelte für die Kreuzung von Kurt-Schumacher- und Herschelstraße. Dort solle der Abbiegeverkehr von Autos aus der Andreaestraße deutlich zunehmen, es sollen mehr Stadtbahnen fahren, aber die Verkehrsqualität solle trotzdem gut bleiben.

Diese Einschätzung sei anzuzweifeln. Auch in intensiven Gesprächen mit der Verwaltung sei es nicht gelungen, Widersprüche zwischen den Berechnungen und der Wahrnehmung des tatsächlich vorhandenen Verkehrsflusses aufzulösen. „Es bleiben zu viele Fragen offen, um auf dieser Grundlage eine Investitionsentscheidung in Millionenhöhe zu treffen“, heißt es in dem Papie r. Die Kosten für die Stadtbahnverlängerung werden auf 62 Millionen Euro beziffert. Verbände und Kammern wünschen sich einen eigenen Tunnel für die sogenannte D-Linie.

Sollte der nicht zu realisieren sein, plädieren sie dafür, die Bahnen zumindest zum Teil durch vorhandene Tunnelstrecken in die City fahren zu lassen. Sogar eine Optimierung der bisherigen Streckenführung sei den Plänen der Region vorzuziehen. So könne die Vorrangschaltung an Ampeln für den Nahverkehr insbesondere am Ernst-August-Platz zurückgenommen werden.

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