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Aus der Stadt Hannover reserviert Flächen für Firmen
Hannover Aus der Stadt Hannover reserviert Flächen für Firmen
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20:16 06.11.2017
„Digitalisierung bringt Chancen“: Hannovers Gleichstellungsbeauftragte Friederike Kämpfe, Conti-Chef Elmar Degenhart, „Stadt-Hannover-Preis“-Gewinnerin Michaela Schupp, Theologin Margot Käßmann, Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und OB Stefan Schostok (v.l.).   Quelle: Rainer Droese
Hannover

„Wir brauchen diese Flächen, um den Unternehmen den erforderlichen Raum anbieten zu können“, sagte Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette vor rund 750 Gästen im Hannover Congress Centrum. In den vergangenen Monaten hätten mehrere Grundstückseigentümer beantragt, ihre nicht oder schlecht genutzten Gewerbeflächen in Wohnflächen umzuwandeln, weil ihnen dies lukrativer erscheine. „Das lehnen wir regelmäßig ab“, sagte Tegtmeyer-Dette. Für die langfristige Leistungsfähigkeit der Stadt seien Gewerbeflächen unabdingbar.

Als Beleg für den Erfolg dieser Politik nannte sie die künftige Hauptverwaltung von Continental am Pferdeturm. Hätte die Stadt die Brachfläche nicht angeboten, wäre der Konzern wohl kaum in Hannover geblieben. Dann bedankte sie sich direkt bei Conti-Chef Elmar Degenhart, der im Publikum saß: „Schön, dass Sie am Pferdeturm bauen und in der Stadt bleiben. Damit setzen Sie auch ein wichtiges Zeichen für den Wirtschaftsstandort Hannover.“

Die Stadt Hannover wirbt beim Wirtschaftsempfang für ihre Standortqualitäten. 

Außerdem werde die Stadt mit Telekommunikationsfirmen zusammenarbeiten, um Gewerbegebiete mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen, sagte Tegtmeyer-Dette. Digitalisierung habe für Hannover wegen der Cebit-Messe eine besondere Bedeutung. Künftig werde sich die Stadt noch stärker als Standort für Unternehmen aus der Digitalbranche etablieren.

Daran knüpfte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) während einer Podiumsdiskussion mit Conti-Chef Degenhart und der früheren evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann an: Auch die Stadtverwaltung selbst müsse die Chancen der Digitalisierung nutzen.

Degenhart kritisierte, dass in Deutschland „aufgrund des großen Wohlstands“ vor allem die Risiken der Digitalisierung gesehen würden. Er wies auf die Vorteile hin: In den Fabriken werde der Mensch vom einfachen Fließbandarbeiter künftig immer mehr zum „Dirigenten der Wertschöpfung“. Darauf müssten Schulen und Universitäten noch stärker hinarbeiten.

Käßmann stimmte zu, dass die Digitalisierung Chancen biete - aber man müsse auch die Grenzen erkennen: „Ich möchte nicht von einem Pflegeroboter gepflegt werden.“ Menschen dürften auch das kritische Denken nicht an die Künstliche Intelligenz delegieren, besonders in Zeiten von „Fake-News“ und Manipulationsversuchen im Netz.

Der hannoversche Kinderbuch- und Krimiautor Wolfram Hänel („Haarmanns Erbe“) hat für die Adventstage einen literarischen HAZ-Kalender veröffentlicht. Er enthält 24 Mini-Bücher und erzählt eine kindgerechte Geschichte.

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