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Aus der Stadt Wohin am Wochenende?
Hannover Aus der Stadt Wohin am Wochenende?
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11:20 20.11.2015
Von Uwe Kranz
Mit Schubert helfen: Marcus Sundermeyer (2. v. r.) und seine Mitstreicher. Foto: Surrey Quelle: Rainer Surrey
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Das, was man tun kann

Sie wollten einfach was tun. Das war die Idee. Nun sitzen fünf junge Menschen in einem kleinen Raum der Musikhochschule im Halbkreis und üben Schubert. Streichquintett in C-Dur, der erste von zwei Sätzen, die Sonnabend, 18 Uhr, in der hannoverschen Friedenskirche zur Aufführung kommen sollen. Unter anderem. Cellist Marcus Sundermeyer hatte im Sommer die Idee für ein Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe. In unterschiedlichen Kombinationen werden zudem Stücke von Jean Sibelius, Edvard Grieg und Astor Piazzolla zu hören sein.

Doch es ging Sundermeyer bei der Planung nicht nur um Musik. Er wandte sich an den hannoverschen Unterstützerkreis, der in den Flüchtlingsunterkünften zwei Syrer fand, die bereit sind, die Geschichte und Vorgeschichte ihrer Flucht nach Deutschland zu erzählen. Eine mutige Aktion, wie der Organisator findet: „Das ist schon krass, wenn man sich da einfach vor so viele Leute hinstellt und von seiner Flucht erzählt“, sagt Sundermeyer.

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Das Konzert selbst kostet keinen Eintritt, es wird aber um Spenden gebeten. Die gesamten Einnahmen werden dem Unterstützerkreis zukommen.

Lust auf Buch? 
Buchlust!

Ja, ist denn schon wieder Buchlust? Und ob – und das zum 22. Mal. Im Künstlerhaus, Sophienstraße, stellen am Sonnabend und Sonntag 24 der besten unabhängigen Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sich und ihre Bücher vor. Ein Drittel der Aussteller war noch nie dabei wie die Edition Büchergilde oder der Wiener Luftschacht Verlag. Lesungen gibt es natürlich auch: Am Sonnabend um 14 Uhr lesen Eva Gritzmann und „Druckfrisch“-Literaturkritiker Denis Scheck aus „Solons Vermächtnis“, am Sonntag um 16 Uhr ist Katharina Hartwell zu hören. Die Buchlust hat an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr im Künstlerhaus geöffnet.

156 Filme aus 
35 Ländern

Das Up-and-Coming-Festival ist nicht das größte Filmfestival der Welt, aber sicher ist es eines der wichtigsten – weil sich in Hannover seit 1982 die cineastische Nachwuchselite präsentiert: 3000 Jungfilmer wollten in diesem Jahr gern dabei sein, 156 aus 35 Nationen haben es schließlich geschafft und zeigen ihre Arbeiten noch bis zum Sonntag in Hannover – interessierten Kinofans genauso wie professionellen Beobachtern aus der ganzen Welt. Schauplatz ist der Raschplatz-Pavillon, wo am heutigen Freitag und morgigen Sonnabend Filme gezeigt und Diskussionen geführt werden. Am Sonntag ist Preisverleihung ab 11.30 Uhr. Von 14 Uhr an werden dann die prämierten Filme in voller Länge gezeigt. Tickets gibt es vor Ort. Weitere Infos auf up-and-coming.de.

Zu Hause spielt die Musik

Hausmusik klingt immer noch ein bisschen gestrig, ist aber sehr aktuell. Wer es nicht glaubt, kann sich am Sonntag eines Besseren belehren lassen. Am Tag der Hausmusik, jährlich und bundesweit am 22. November, zeigen Musiker im kleinen, oft privaten Rahmen, was sie können. „Heimvorteil“ hat das Musikland Niedersachsen seinen Beitrag genannt. Hannover ist mit einer ganzen Reihe von Konzerten vertreten wie zum Beispiel mit der Wohnhausmusik im Studentenwerk an der Wilhelm-Busch-Straße oder Hausmusik bei Lana in der Südstadt. Alle Konzertinfos und Anmeldung über die Seite www.heimvorteil-niedersachsen.de.

Gartenzwerge gesucht

Die Staatsoper will die Gartenzwergdichte Hannovers testen. Am Sonnabend soll – passend zum „Freischütz“ auf der Bühne – der Frage „Was ist deutsch?“ nachgegangen werden. Weil der Wichtel da eine gewisse Rolle spielt, werden ab 14 Uhr Gartenzwergbesitzer gebeten, ihre besten Stücke vor das Opernhaus zu tragen. Wer mitmacht, bekomme ein „spezielles Angebot“ für die „Freischütz“-Aufführung am 16. Dezember, geheimniskrämert die Oper. Da kann man sich also überraschen lassen – in jeder Hinsicht.

Laternenumzug mit Marchingband

Die städtische Musikschule Hannover lädt zu einem „Klingenden Laternenumzug“ ein. Eine 30-köpfige Marchingband, bestehend aus Musikschülern, und viele andere Kinder vom Kita-Alter bis zur Oberstufe starten um 16.30 Uhr am Neuen Rathaus. Mitlaufen können auch andere Eltern und Kinder. Auch ohne Instrument.

Modelleisenbahnen rollen in Kleefeld

Die Fans der guten, alten Modelleisenbahn kommen am Wochenende in Kleefeld zum Zug. Rangieranlage zum Selbstfahren, Bastelangebote für Kinder, Eisenbahnkino und Kaufbörse – natürlich in allen Spurbreiten. Los geht die Modelleisenbahn-Ausstellung in der Maximilian-Kolbe-Schule, Nackenbergstraße 4, Sonnabend und Sonntag jeweils um 10 Uhr.

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