Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Wohnen für alle an der Seelhorst
Hannover Aus der Stadt Wohnen für alle an der Seelhorst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:22 29.05.2015
Von Andreas Schinkel
Der erste Entwurf zeigt, wie sich die Diakonischen Dienste das „Wohnen im Park“ vorstellen. Ein Architektenwettbewerb folgt. Quelle: Feddersen Architekten
Anzeige
Hannover

„Wir bieten attraktive Freizeitmöglichkeiten und wollen ein guter Nachbar sein, auch in Sachen medizinischer Versorgung“, sagte der Geschäftsführer der Diakonischen Dienste Hannover (DDH), Michael Hartlieb, gestern bei der Präsentation des Projekts im Annastift. Rund 400 Wohnungen für bis zu 1000 Menschen sollen auf dem Grundstück zwischen Wülfeler und Paderborner Straße entstehen - ein eigener kleiner Stadtteil.

Alle Wohnungen sind auch für Menschen geeignet, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Die DDH betonen aber, dass an der Seelhorst nicht nur ein Wohngebiet für Senioren und Behinderte entsteht. Man wolle eine gute Mischung verschiedener „Bewohnertypen“ erreichen, darunter auch Familien. Bereits Ende kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Diakonischen Dienste schätzen das Investitionsvolumen auf 80 bis 90 Millionen Euro. Derzeit bereitet die Stadt Hannover den Bebauungsplan vor. In einem Architektenwettbewerb wird der beste Entwurf für die Anlage gesucht. Danach steht es Investoren frei, sich auf der Neubaufläche zu engagieren.

Anzeige

Die Idee, das brachliegende Grundstück westlich des Annastifts für Wohnbebauung zu nutzen, kam von der Stadtverwaltung. Hannover sei eine wachsende Stadt und man benötige dringend Wohnraum, hieß es. „Und wir hatten nicht vor, unser Grundstück neben dem Annastift weiter zu bebauen“, sagt DDH-Chef Hartlieb. Fast vier Hektar umfasst die Fläche.

Nach ersten Entwürfen sollen auf dem Areal drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser sowie Reihen- und Einfamilienhäuser entstehen. Auch der Bau einer Kita mit bis zu 120 Betreuungsplätzen ist geplant. Mehrere Plätze und Gemeinschaftsgärten sollen das Gebiet auflockern. „Das ist wie Wohnen im Park“, sagt Planer Georg Börsch-Supan vom Büro Stadt-Land-Fluss. Im Süden an der Wülfeler Straße entsteht eine Art Einkaufszentrum mit Geschäften und medizinischer Versorgung. „Der Supermarkt an der Ecke bleibt bestehen“, verspricht Börsch-Supan.

Im Westen an der Grenze zu den Kleingärten sind Reihen- und Stadthäuser mit eigenen kleinen Gärten geplant. Verteilt über das Wohngebiet sollen verschiedene Angebote für die Bewohner platziert werden, etwa ein Kiosk, ein Hausmeisterservice, eine Wäscherei und eine Schülerhilfe. Im ersten Halbjahr 2017, so der Plan, sollen die ersten Häuser stehen.

Volker Wiedersheim 29.05.2015
Jörn Kießler 29.05.2015
Jörn Kießler 01.06.2015