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Aus der Stadt Hannover hat immer weniger Hauptschüler
Hannover Aus der Stadt Hannover hat immer weniger Hauptschüler
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00:15 04.02.2015
Von Saskia Döhner
Laut der amtlicher Schülerstatistik nimmt die Zahl der Hauptschüler in Hannover weiter ab. Quelle: Symbolbild/dpa
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Hannover

Knapp 46.500 Schüler besuchen insgesamt Hannovers Schulen. Im laufenden Schuljahr starteten rund 4400 Kinder in Klasse eins, etwa halb so viele werden im zwölften Jahrgang in diesem Frühjahr ihr Abitur machen. Laut amtlicher Schülerstatistik, die die Stadt jetzt im Schulausschuss vorgelegt hat, sind dies die größten Schulen:

Grundschulen: Die Grundschule Wasserkampstraße in Kirchrode mit 505 Schülern ist die größte der insgesamt 60 Grundschulen - hier wurden sogar sechs erste Klassen eingerichtet. Es folgen die Grundschule an der Feldbuschwende am Kronsberg (463 Schüler) und die am Groß-Buchholzer-Kirchweg (458). Die neue Grundschule am Welfenplatz, die im vergangen Sommer erst ihren Betrieb aufgenommen hatte, ist mit 55 Erstklässlern in drei Klassen naturgemäß die kleinste, gefolgt von der Glockseeschule, die jeweils nur eine Klasse pro Jahrgang hat (88 Schüler).

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Hauptschulen: Die Zahl der Hauptschüler nimmt weiter ab, zumal einige Schulen wie die Rosa-Parks- und die Ada-Lessing-Schule auslaufen und keine Fünftklässler mehr aufnehmen. Die größten Schulen sind die Pestalozzischule in Anderten (280 Schüler) und die Peter-Ustinov-Schule (259) in Ricklingen, die durchgehend zweizügig sind.

Realschulen: Bei den Realschulen haben die Gerhart-Hauptmann-Realschule (508) in Groß-Buchholz und die Werner-von-Siemens-Schule in der List die meisten Schüler.

Gymnasien: Unter den 16 städtischen Gymnasien, die insgesamt von 14.200 Schülern besucht werden, kommen die Goetheschule, die Humboldtschule und die Käthe-Kollwitz-Schule auf Schülerzahlen von jeweils mehr als 1000.

IGS: Gut 10.000 Schüler besuchen im laufenden Schuljahr eine Integrierte Gesamtschule im Stadtgebiet. Die größten sind die IGS Roderbruch, die allerdings noch eine Primarstufe umfasst, und die IGS Mühlenberg mit jeweils rund 1800 Schülern.

Förderschulen: Auf die drei Förderschulen gehen insgesamt knapp 550 Kinder mit Lernschwächen. Diese Schulen werden im Zuge der Inklusion allerdings aufgelöst und unterrichten derzeit nur noch Schüler der Jahrgänge drei bis zehn. Kinder mit Lernproblemen sollen seit zwei Jahren, aufsteigend von Klasse eins und fünf, in den Regelschulen unterrichtet werden.

Diskussion um Sonderpädagogen: Bei einer Podiumsdiskussion zum neuen Schulgesetz, zu der die SPD-Fraktion im Landtag eingeladen hatte, kritisierte der ehemalige Leiter der IGS Linden, Christoph Walther, dass Sonderpädagogen nicht fest an Regelschulen angestellt werden. Wer ein Kind mit Handicap betreut, muss zwischen Förderschule und Regelschule pendeln. „Ohne feste Sonderpädagogen im Kollegium kann Inklusion nicht gelingen“, ist er überzeugt. SPD-Bildungsexperte Stefan Politze zeigte Verständnis für die Kritik: „Wir haben das im Blick.“ Aber die Rechtslage lasse den Wechsel von der Förder- zur Regelschule nicht so einfach zu.

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