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Aus der Stadt Patientin fordert 5000 Euro Schmerzensgeld
Hannover Aus der Stadt Patientin fordert 5000 Euro Schmerzensgeld
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06:00 11.10.2017
Von Michael Zgoll
Nach der Zahnarztbehandlung hatte die Patientin eine starke Schwellung. Quelle: dpa/privat
Hannover

Eine 53-Jährige, der eine Mundspülung mit Wasserstoffperoxid für Wochen das Gesicht entstellte, hat einen in der City praktizierenden Zahnarzt verklagt. Sie fordert knapp 5000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. Die Angestellte aus Langenhagen lag im Dezember 2015 nach einer fehlerhaften Behandlung drei Tage in der Kieferchirurgie des Henriettenstifts und war drei Wochen krankgeschrieben. Verschwunden war die schmerzhafte Schwellung erst Mitte Januar. Am Dienstag wurde am Amtsgericht ein Vergleich auf Widerruf ausgehandelt: Binnen drei Wochen muss geklärt sein, ob die Haftpflichtversicherung des Arztes der Frau 2500 Euro zahlen will.

"Ich fühlte sofort ein Kribbeln und Schmerzen bis in die Beine"

Bereits im Oktober 2015 hatte ein Langenhagener Zahnarzt an einem rechten oberen Zahn der Patientin eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Doch diese Kappung zog Probleme nach sich, Anfang Dezember wurde die Wunde medikamentös nachbehandelt. Am Sonnabend vor Weihnachten bekam die Frau starke Schmerzen, suchte den Notfallzahnarzt in Hannover auf. Dieser stellte mithilfe eines Röntgenbilds eine Entzündung fest, betäubte die Region, schnitt das Zahnfleisch auf - und ließ die Patientin am Ende mit schäumendem, Druck aufbauendem Wasserstoffperoxid spülen.

„Ich fühlte sofort ein Kribbeln und Schmerzen bis in die Beine“, berichtete die 53-Jährige vor Gericht. Sie habe „geweint ohne Ende“; eine weitere Betäubungsspritze habe ebenso wenig geholfen wie Kühlen und Schmerzmittelgaben. So gelangte sie in die Klinik.

Seit 27 Jahren im Geschäft

Strittig ist zwischen den Parteien, ob der Zahnarzt von der früheren Wurzelspitzenresektion Kenntnis hatte; er bestreitet dies. Die Patientin habe nur von einer „Wurzelbehandlung“ gesprochen; hätte er von der Resektion gewusst, hätte er ihr nur eine Kochsalzlösung verabreicht. Seit 27 Jahren sei er im Geschäft, sagte der Doktor, und noch nie habe er sich vor Gericht verantworten müssen.

Von einem „groben Behandlungsfehler“ spricht dagegen Michael Timpf, der Anwalt der Frau. Nicht ohne Grund habe die Schlichtungsstelle der Zahnärztekammer dem Arzt schon 2016 empfohlen, den Fall seiner Versicherung zu melden.

Seit Donnerstag vergangener Woche stehen Postkunden an der Filiale Gabelsberger Straße in der List vor verschlossenen Türen. Täglich hängt ein frisch datierter Zettel mit aktuellem Datum am Eingang, auf dem den Kunden mitgeteilt wird, dass die Filiale aus betrieblichen Gründen dicht bleibt.

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