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Aus der Stadt Zehn Schulen von Lehrerstreik betroffen
Hannover Aus der Stadt Zehn Schulen von Lehrerstreik betroffen
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00:15 05.03.2015
Am Montag bleiben in zehn Schulen in der Region Hannover die Klassenzimmer leer: 200 bis 300 angestellte Lehrer wollen streiken.  Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte dazu aufgerufen, nachdem die Verhandlungen über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten der Länder am Freitag in Potsdam ergebnislos vertagt worden waren. „Zu dem Streik haben wir aber bewusst nur die Beschäftigten an solchen Schulen aufgerufen, an denen viele angestellte Lehrer beschäftigt sind“, sagte Rüdiger Heitefaut von der GEW in Hannover.

In der Region Hannover konzentriert sich der Streik daher auf die Förderschulen für die geistige Entwicklung. Wie Regionssprecherin Christina Kreutz berichtet, sind die Eltern der Kinder von insgesamt zehn Förderschulen darüber informiert worden, dass es zu Einschränkungen beim Unterricht kommen kann. Eine Lerngruppe bestehe üblicherweise aus einem verbeamteten Lehrer, einem Therapeuten und einem pädagogischen Mitarbeiter. Die verbeamteten Lehrer kämen auf jeden Fall, der Unterricht könne aber nicht wie gewohnt stattfinden. Zwar hätten die Schulen eine Betreuungspflicht, betonte Kreutz. Allerdings seien die Eltern darum gebeten worden, ihre Kinder wenn möglich am Dienstag zu Hause zu betreuen.

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Wie groß die Einschränkungen sein werden, kann die Region nicht einschätzen, weil der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der Verwaltung nicht bekannt ist.

Am Mittwoch sollen sich auch andere Tarifbeschäftigte der Länder dem Streik anschließen. Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass rund 500 Mitarbeiter der Straßenbauverwaltungen, der Leibniz-Uni und des Landesamtes für Statistik dem Aufruf folgen. Auch die Medizinische Hochschule soll bestreikt werden. „Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, um Notfallpatienten adäquat behandeln zu können“, sagt MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg.
GEW, Verdi und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordern unter anderem eine Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro, für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.

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