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Aus der Stadt Zoll stellt Fleisch von artgeschützten Tiere sicher
Hannover Aus der Stadt Zoll stellt Fleisch von artgeschützten Tiere sicher
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06:22 07.12.2017
Zollbeamte haben am Flughafen knapp zehn Kilo Antilopen- und Stachelschweinfleisch sichergestellt.  Quelle: Zoll
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Langenhagen

  Zollfahnder haben am Mittwoch am Flughafen Langenhagen eine ungewöhnliche Entdecktung gemacht. Im Gepäck eines 46-jährigen Kongolesen stießen sie auf 5,4 Kilogramm Stachelschwein- und 4,5 Kilogramm Antilopenfleisch, portionsweise verpackt in Plastikbeuteln. Da beide Tiere artgeschützt sind, muss der 46-jährige mit einem saftigen Bußgeld rechnen.

Der Kongolese war am Dienstag in Kinshasa zu seinem Weihnachtsbesuch nach Deutschland aufgebrochen und hatte das Fleisch als Mitbringsel in seinem Gepäck verstaut. Bei der Zwischenlandung in Paris war er nicht aufgefallen. Auch in Langenhagen gab er bei der Einreise zunächst an, Gemüse im Gepäck zu haben.   Die Zöllner waren allerdings misstrauisch und durchsuchten das Gepäck des 46-Jährigen. Dabei stießen sie auf die Fleischstücke, die ungekühlt in den Koffern lagen. 

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Der Kongolese beteuerte, das Fleisch sei für den Eigenbedraf und sehr wohlschmeckend. Doch weil er nicht die nötigen Dokumente vorlegen konnte, stellten die Zollfahnder das Fleisch sicher und leiteten ein Bußgeldverfahren gegen den 46-Jährigen wegen Verstoß gegen das Artenschutzgesetz ein. Wie hoch die Strafe ausfällt, ist noch unklar. Darüber entscheidet das Bundesamt für Naturschutz in Bonn. Fest steht jedoch, dass sich die Familie des 46-Jährigen, die in Ost-Niedersachsen lebt, jetzt einen anderen Braten für die Festtage aussuchen müssen, als geplant.

Von Tobias Morchner

06.12.2017
11.12.2017