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Aus der Stadt In Hannovers Kliniken gibt es zu wenig Betten
Hannover Aus der Stadt In Hannovers Kliniken gibt es zu wenig Betten
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00:41 22.03.2018
Bei Schlaganfallpatienten muss möglichst schnell das Blutgerinsel im Gehirn entfernt werden.   Quelle: Andreas Döring
Hannover

In den vergangenen Wochen waren die Notfallbetten in den nach dem englischen Begriff für Schlaganfall (Stroke) benannten Stroke Units der Krankenhäuser in Hannover überwiegend belegt, wie im Informationssystem Ivena zu sehen war, das per Internet über die Belegung der Spezialstationen der einzelnen Kliniken informiert. 

Nach Ansicht des Regionsklinikums gibt es in Hannover zu wenig Betten für Schlaganfallpatienten, sagt Sprecher Steffen Ellerhoff. Deshalb werde im Klinikum der Ausbau derzeit vorangetrieben. Die mit speziellen Geräten und besonders geschultem Personal ausgestatteten Stroke-Unit-Betten gibt es in Hannover in der Medizinischen Hochschule (MHH), in den Diakovere-Krankenhäusern Friederikenstift und Henriettenstiftung sowie im Nordstadtkrankenhaus. Im Umland gibt es Stroke-Unit-Betten in Laatzen. Im Klinikum Neustadt werden sogenannte telemedizinische Stroke-Unit-Betten per Video von einem Neurologen des Nordstadtkrankenhauses mitbetreut. 

Bereits Anfang des Jahres seien zwei zusätzliche Betten am Agnes-Karll-Krankenhaus in Laatzen in Betrieb genommen worden, berichtet Ellerhoff. Zudem sei geplant, die Kapazitäten am Nordstadtkrankenhaus deutlich zu erweitern. Außerdem sollen sowohl in Gehrden als auch in Großburgwedel telemedizinische Betten für Schlaganfallpatienten eingerichtet werden. 

Durch den Engpass bei den Betten kann quälende Ungewissheit entstehen, wann und wo der lebensbedrohlich erkrankte Patient versorgt wird. Vor einigen Tagen war eine Patientin mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Agnes-Karll-Krankenhaus gebracht worden. Weil dort aber in der Stroke Unit kein Bett frei war, versuchte der zuständige Arzt, die Frau in einer anderen Klinik unterzubringen. Weil in Hannover alle entsprechenden Betten belegt waren, telefonierte der Neurologe auch mit den beiden Krankenhäusern in Hildesheim, aber auch dort gab es keinen Platz. Schließlich wurde die Frau in das Siloah gebracht. Zwar gibt es dort keine Neurologie, von dort hätte sie im Bedarfsfall aber schnell ins Nordstadtkrankenhaus gebracht und in der dortigen Neurologie zumindest ambulant behandelt werden können. 

Nach Angaben von Diakovere-Sprecherin Dunja Rose wird in der Region Hannover jeder potenzielle Schlaganfallpatient versorgt. Sollten die Betten einer Klinik belegt sein, werde er nach der Versorgung in ein Krankenhaus mit freien Betten verlegt. Es gebe Spitzenzeiten wie zum Beispiel durch die derzeitige Grippewelle, die Lage entspanne sich dann aber auch wieder. 

Der Ersatzkassenverband hat allerdings keine Hinweise auf zu wenig Stroke-Unit-Betten in Hannover. „Wir erwarten, dass die Kliniken bei der Notfallversorgung gut funktionieren“, sagt Verbandssprecher Hanno Kummer. Das gehöre zu den Kernaufgaben der Krankenhäuser. Deshalb müssten sie in diesem Bereich auch für eine ausreichende Kapazität sorgen, betont er. 

Zuletzt war die Versorgung von Schlaganfallpatienten vor eineinhalb Jahren in den Blick geraten. Damals war die Neurologie des Nordstadtkrankenhauses von Rettungsdiensten nicht mehr angefahren worden, weil dort die Aufnahmekapazitäten erschöpft waren. Das Klinikum hatte den Engpass mit einem Ärztemangel begründet.

Von Mathias Klein

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