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Aus der Stadt Züge brauchen länger von Hannover bis Berlin
Hannover Aus der Stadt Züge brauchen länger von Hannover bis Berlin
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22:39 11.04.2011
Von Vivien-Marie Drews
In Hannover fahren die Züge nach Berlin weiterhin zu den gewohnten Zeiten ab.
In Hannover fahren die Züge nach Berlin weiterhin zu den gewohnten Zeiten ab. Quelle: Rainer Surrey
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Trotz der Bauarbeiten bleibt jeweils ein Gleis befahrbar, allerdings können die ICE-Züge nicht wie gewohnt mit 250 km/h über die Strecke rasen, bei Tempo 120 ist Schluss. Reisende, die mit dem ICE zwischen Hannover und Berlin unterwegs sind, müssen etwa 30 Minuten mehr Zeit für die Fahrt in die Hauptstadt einplanen. Die Deutsche Bahn hat die Abfahrtzeiten der ICE-Züge entsprechend angepasst: Während die Bahnen den Hauptbahnhof Hannover auch während der Bauphase zu den gewohnten Zeiten verlassen, fahren sie in Berlin 30 Minuten früher ab als gewohnt. So soll sichergestellt werden, dass Reisende am Hauptbahnhof Hannover ihre Anschlusszüge erreichen. „Während der Bauarbeiten steht in den Zügen und an den Bahnhöfen zusätzliches Servicepersonal für Auskünfte zur Verfügung“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Als Entschädigung für die verlängerte Fahrzeit erhielten Reisende außerdem eine kostenlose Tageszeitung.

In den kommenden Wochen werden zunächst die Gleise im Bereich Wolfsburg erneuert. Im Mai soll sich der sogenannte Gleisumbauzug dann im Bereich Lehrte Meter für Meter über die Trasse schieben. Die riesige Maschine nimmt die alten Schienen und Schwellen auf, reinigt den Schotter und verlegt anschließend die neuen Gleise.

Noch bevor die Arbeiten in Lehrte abgeschlossen sein werden, soll im Mai die Sanierung und Erweiterung der Strecke Hannover-Hamburg beginnen. Auf der Trasse wird bis voraussichtlich Ende Oktober über längere Strecken nur ein Gleis befahrbar sein. ICE-Züge sollen über Rotenburg (Wümme) umgeleitet werden, dadurch wird sich die Fahrzeit zwischen Hannover und Hamburg je nach Verbindung um bis zu 20 Minuten verlängern.

Insgesamt investiert die Deutsche Bahn in diesem Jahr rund 400 Millionen Euro in die Erneuerung des norddeutschen Schienennetzes. Den Großteil des Geldes steckt das Unternehmen nach Angaben des Sprechers in die Strecken Hannover-Hamburg und Hannover-Berlin.