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Aus der Stadt Zwei Polizisten bei Demonstration verletzt
Hannover Aus der Stadt Zwei Polizisten bei Demonstration verletzt
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11:45 19.05.2015
Von Jörn Kießler
Vermummte Demonstranten zeigen der Bundespolizei am Hauptbahnhof den „Stinkefinger“. Quelle: Dillenberg
Hannover
  • Schwere Vorwürfe: Bundespolizist aus Hannover soll Flüchtlinge misshandelt und mit den Taten bei Whatsapp vor Kollegen geprahlt haben
  • 300 Menschen protestieren als Reaktion auf die Berichte am Montagabend gegen Polizeigewalt vor Wachen an der Herschelstraße und am Hauptbahnhof
  • Es kommt bei den Demonstrationen zu Beleidigungen und Handgreiflichkeiten, bei denen zwei Polizisten leicht verletzt werden

Die Kundgebung mit dem Titel „Solidarität mit den Opfern rassistischer Polizeigewalt“ war am Mittag als Eilversammlung bei der Polizeidirektion angemeldet worden, nachdem bekannt geworden war, dass ein Beamter der Bundespolizei mehrfach Flüchtlinge misshandelt haben soll. Die Teilnehmer der Kundgebung versammelten sich gegen 17 Uhr an der Haltestelle Strangriede und zogen zunächst zur Wache an der Herschelstraße.

Nachdem Misshandlungsvorwürfe gegen einen Bundespolizisten in Hannover laut geworden sind, haben zahlreiche Menschen in der Innenstadt gegen Polizeigewalt demonstriert.

Dort kam es bereits mehrfach zu Provokationen gegenüber den Polizisten, die die Demo begleiteten. Die Teilnehmer der Kundgebung blockierten nach Informationen der Polizei die Straße, liefen auf die Stadtbahngleise oder vermummten sich.

Zwei Polizisten wurden bei der Demonstration leicht verletzt. 40 der rund 300 Demonstranten der linken Szene hätten die Polizisten bei der Kundgebung am Montagabend beleidigt, bespuckt und getreten, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Die Situation sei eskaliert, als Bundespolizisten den 22 Landespolizisten bei der spontanen Demonstration am Hauptbahnhof zur Verstärkung eilten und vor der Polizeiwache am Hauptbahnhof eine Kette bildeten. "Das war ein Reizthema", sagte der Polizeisprecher. In der Folge wurden zwei Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und ein Ermittlungsverfahren wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Demonstranten wurden bei den Übergriffen nicht verletzt, auch nahm die Polizei keine Demonstranten fest.

Nachdem die Kundgebung, die von polizeifeindlichen Sprechgesängen begleitet wurde, vor der Wache der Bundespolizei beendet war, zogen die Demonstranten weiter zum Camp der sudanesischen Flüchtlinge am Weißekreuzplatz, wo sich die Versammlung gegen 19.30 Uhr auflöste.

(mit: dpa)

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