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Aus der Stadt Zweite Auflage des Opernballs in Hannover
Hannover Aus der Stadt Zweite Auflage des Opernballs in Hannover
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19:58 27.02.2011
Von Heike Schmidt
Weil ihr Mann verhindert war, kam der Nachwuchs mit: Alida Gundlach tanzte beim Opernball mit ihrem Sohn Christian, der für sie „ein fantastischer Tänzer“ ist. Die Moderatorin, die in der Nähe von Hamburg lebt, ist begeistert vom hannoverschen Opernball. Quelle: Rainer Dröse

Mit Gefühlen ist das so eine Sache. Manche glaubt man längst vergessen – und dann erinnert man sich plötzlich wieder daran. Alida Gundlach kann da ihre Erfahrungen beisteuern. Beim Besuch des Balls im hannoverschen Opernhaus fiel der bekannten Hamburger Moderatorin am Sonnabendabend eine gefühlvolle Anekdote ein. Das mag nicht auch daran gelegen haben, dass der Opernball in diesem Jahr unter dem Motto „All you need is love“ stand. In den sechziger Jahren, gestand Gundlach, habe sie ihre erste große Liebe erlebt. „Elvis“ sei der junge Mann, den sie angeschmachtet habe, von allen genannt worden, weil er dem Star so ähnlich sah. Dann verlor man sich 50 Jahre aus den Augen. „Bis er plötzlich bei einem meiner Auftritte in der fünften Reihe saß. Wir haben uns sofort erkannt, und es war fast ein wenig wie damals“, erzählt sie augenzwinkernd. Schließlich ist sie längst glücklich verheiratet.

Über Gefühle sprachen auch andere der 2200 Ballbesucher: „Wir haben in den sechziger Jahren geheiratet“, berichteten Prof. Klaus Goehrmann und seine Frau Tessa. Gleiches gilt für den früheren Nord/LB-Chef Manfred Bodin und seine Frau Ursula. „Natürlich trugen wir kurz“, betonten die Damen. An diesem Abend zeigten sie sich aber in langen Kleidern – was bei Tessa Goehrmann dazu führte, dass sie die Mitarbeiterinnen der Parfümerie Liebe darum bitten musste, ihr mit Nadel und Faden zur Seite zu stehen: Ein Tänzer war auf die Schleppe getreten.

Der Abend war geprägt von „Love, Peace and Happiness“ der Sechziger-Jahre-Generation, die in Erinnerungen schwelgte. Erlebnisse, die man manchem heutigen Smokingträger gar nicht zugetraut hätte. So berichtete etwa der Gesamtvertriebsleiter der Region Nord der Audi AG, Dietmar K. Elsasser, der mit seiner stilecht im Hippie-Look gekleideten Partnerin Corinna Hoffmann eigens aus Hamburg angereist war, er habe sich seinerzeit bei einem Led-Zeppelin-Konzert auf unkonventionelle Weise Zutritt verschafft: „Einfach losrennen, und man war drin.“ Die umstehenden Gäste wie Uschi und Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda Bank Hamburg und Schleswig-Holstein, sowie HSV-Klub-Manager Bernd Wehmeyer und seine Frau Almuth, hörten das interessiert und amüsiert. Die Gastgeber in der Audi-VIP-Lounge, Ferdinand Schneider und seine Frau Dagmar, waren damals noch etwas zu jung, um ähnliche Erfahrungen beizusteuern. „Ich erinnere mich aber daran, dass meine älteren Schwestern Partys gemacht haben, die richtig abgegangen sind“, berichtete der Geschäftsführer des Audi Zentrums Hannover, einer der Hauptsponsoren. Warum es so viele Hamburger nach Hannover zog, obwohl in der Hansestadt zeitgleich ein „Wiener Ball“ mit Veronica Ferres als Stargast gefeiert wurde, ließen die Gäste nicht unbeantwortet. Sie waren sich einig: „Der Opernball in Hannover ist einfach wunderschön und die Stimmung großartig.“

In der Lounge von Sponsor und Designmöbelhändler Uwe Klingenberg und seiner Frau Almut Stuntebeck waren Svenja und Alexander Schreiber sowie sein Bruder Nicolai Schreiber mit Frau Vanessa zu Gast. In den Sechzigern waren die vier noch nicht auf der Welt, aber das Motto des Abends begeisterte auch sie. Fast ein Familienfest feierten die Prenzlers von der Parfümerie Liebe: Carolin, Martin, Kurt und Helga Prenzler tanzten beim Ball. Gekommen waren auch Madsack-Geschäftsführer Rüdiger Garbs mit Lebensgefährtin Sabine Garbe sowie Olaf und Nanette Kuhlwein und Wolfgang Magnus von der Mediengruppe Madsack, Carola Schwennsen, Geschäftsführerin des Messeveranstalters Heckmann, Sparkassen-Chef Walter Kleine mit Partnerin Sabine Schormann, die Messe-Vorstände Wolfram von Fritsch mit Frau Caroline sowie Ernst Raue mit Gisela Smard. Und sie alle waren sich einig: „All you need is love!“

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