Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt „Die Kirche handelt unsozial“
Hannover Aus der Stadt „Die Kirche handelt unsozial“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:17 19.06.2014
Von Gunnar Menkens
Foto: Das Lutherische Verlagshaus plant Entlassungen.
Das Lutherische Verlagshaus plant Entlassungen.  Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Hannover

Derzeit würden 18 Entlassungen vorbereitet, worüber der Betriebsrat nicht rechtzeitig informiert worden sei. Die finanzielle Lage der Kirche rechtfertige keine Kündigungen, sie würden zudem kirchliche Stellungnahmen zu Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsethik „wertlos und unglaubwürdig“ machen. Kokemüller erklärte, jetzt würden „Juristen und Theologen in unkündbarem Beamtenverhältnis Sekretärinnen, Boten und Buchhalterinnen entlassen“.

Am Donnerstag meldete sich auch Hans-Gerd Martens, Betriebsratschef im Verlagshaus, zu Wort: „Wir sind von dem Ausmaß geschockt.“ Die Beschäftigten hatten am Dienstag auf einer Mitarbeiterversammlung vom Beschluss der Landeskirche erfahren. Er kündigte an, in Gesprächen darauf zu dringen, Arbeitsplätze zu retten oder Mitarbeiter auf anderen Stellen im Bereich der Kirche weiterzubeschäftigen. Dass dennoch Beschäftigte des Verlagsbereichs entlassen werden, gilt in der Kirche jedoch als kaum vermeidbar.

Die Landeskirche hatte die Schließung der Buchverlagssparte mit Verlusten von jährlich bis zu 400.000 Euro begründet. Sprecher Johannes Neukirch betonte am Donnerstag, dass noch keine Entlassungen ausgesprochen worden seien. Am Montag sollen Gespräche um einen Sozialplan beginnen, Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit kirchenintern untergebracht werden. Danach habe man Klarheit über die Zahl der Kündigungen. Neukirch kündigte an, dass es in diesen Fällen Abfindungen geben werde. Er wies ver.di-Vorwürfe zurück, Fristen seien nicht eingehalten worden. Auch habe die Landeskirche, obwohl alleinige Eigentümerin des Verlagshauses, die eigenständig wirtschaftende Gesellschaft nicht auf Dauer subventionieren können. „Das hätte aus Kirchensteuern passieren müssen, also mit Geld der Steuerzahler.“     

Aus der Stadt Prozession durch die Innenstadt - Katholiken feiern Fronleichnamsfest
Simon Benne 19.06.2014
Bernd Haase 19.06.2014
Aus der Stadt Einzelhandel besorgt über Vorstoß von Justizministerin - „Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt“
22.06.2014