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Aus der Stadt Auto rutscht unter Lkw: Eine eingeklemmte Person
Hannover Aus der Stadt Auto rutscht unter Lkw: Eine eingeklemmte Person
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13:29 18.07.2018
Der Mercedes geriet auf der Autobahn 2 unter den Lkw.
Der Mercedes geriet auf der Autobahn 2 unter den Lkw. Quelle: dpa
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Langenhagen

Auf der Autobahn 2 hat am Mittwochmorgen gegen 9.30 Uhr ein 41 Jahre alter Mercedes-Fahrer kurz hinter der Anschlussstelle Langenhagen ein Stauende übersehen und ist unter stehenden Sattelzug gefahren. Der Mann wurde dabei in dem Autowrack eingeklemmt. Rettungskräfte mussten ihn befreien, er kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Zeitweilig mussten für die Unfallaufnahme zwei Fahrspuren auf der Autobahn gesperrt werden. Es bildete sich schnell ein langer Stau. Die Polizei schätzt den Schaden auf 80.000 Euro.

Schwerer Unfall auf der Autobahn 2: Ein Auto kommt unter einem Lastwagen.

Es ist bereits der dritte schwere Unfall seit Anfang Juli an der Anschlussstelle Langenhagen Richtung Westen. Am 5. Juli übersah ein Lkw-Fahrer das Stauende vor der Abfahrt und prallte ins Heck eines vor ihm stehenden Sattelzugs. Der 29-Jährige wurde im Fahrerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die Autobahn war länger als einen Tag komplett gesperrt. Am Dienstag übersah erneut ein Trucker das Stauende und prallte gegen seinen Vordermann – insgesamt wurden fünf Lkw beschädigt und deren Fahrer verletzt. Der Unfallverursacher musste aus seiner Kabine befreit werden.

Verkehrsministerium hält nichts von Tempolimits

Unterdessen hat Niedersachsens Verkehrsministerium erklärt, es halte nichts von einem generellen Tempolimit auf der A 2, wie es der Vorsitzende der hannoverschen Verkehrswacht. Fritz Henze, gefordert hatte. Die schweren Verkehrsunfälle auf dieser Autobahn, die sich in jüngster Zeit ereignet hätten, seien meist durch Lastkraftwagen und Unachtsamkeit an Stauenden verursacht worden, erklärte ein Ministeriumssprecher. Ein generelles Tempolimit würde bei dieser Problemlage nicht helfen. Ein Tempolimit könne bestenfalls eine ergänzende Maßnahme sein, müsse aber klar begründet werden. Bei der Betrachtung des aktuellen Unfallgeschehens falle eine solche Begründung aber schwer, zumal an Baustellen und Unfallschwerpunkten oft schon Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten würden. „Die Verkehrswacht greift eine uralte Diskussion auf, die hier aber nicht weiterhilft.“

Von Peer Hellerling,