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Aus der Stadt Wohnungslosen-Band mit Bürgerpreis geehrt
Hannover Aus der Stadt

Vahrenwald-List: Wohnungslosen-Band mit Bürgerpreis geehrt

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11:00 15.07.2019
Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann (links) und Stellvertreterin Monica Plate (rechts) gratulieren Bernd Böhlke (von links), Robert Austein, Thorsten Loll, Willi Schönamsgruber, Frank Wilharm und Peter Dziobaka von der Band Büttner‘s Best Choice zum Preis. Quelle: Alina Stillahn
Vahrenwald-List

Für ihr besonderes Engagement wurde die Band Büttner’s Best Choice in den Räumlichkeiten der Lukasgemeinde mit dem Bürgerpreis beim Bezirksratsempfang Vahrenwald-List geehrt. Die Musiker sind nicht nur durch ihre Liebe zur Musik von Bob Dylan oder den Beatles verbunden, zusammengeführt haben sie ihre nicht immer ganz einfachen Lebensumstände.

Im Mai 2016 wurde die Band als freizeitpädagogische Initiative des Werkheim e.V. für wohnungslose Männer gegründet. Der Verein Werkheim in der Büttnerstraße betreut wohnungslose Männer stationär und bietet Obdachlosen Beratung und Perspektive. Im Rahmen der Initiative stellte der Verein den Musikern nicht nur einen Probenraum, sondern auch das nötige Equipment und Instrumente zur Verfügung. Die Männer hätten sich eine neue Perspektive geschaffen und ihre Talente genutzt, lobte Monica Plate, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, in ihrer Laudatio.

Wohnungslose nicht mehr länger ignorieren

„Das ist eine große Geste“, meint Robert Austein, Techniker der Band, stolz. Thorsten Loll an der Leadgitarre kann den Erfolg noch nicht ganz fassen und erzählt begeistert, dass die Band bereits in Berlin, München und Hamburg gespielt habe.

Peter Dziobaka von der Jugendwerksiedlung e.V. findet, dass Wohnungslose in der Gesellschaft mehr gehört werden müssten: „Das sind Menschen, die in unserer Gesellschaft eigentlich ignoriert werden.“ Wie um zu zeigen, dass das auch anders geht, ließ die Band sich nicht zweimal bitten und performte den Song von Pink Floyd’s „I wish you were here“.

Auch die Gemeinden dürfen sich vorstellen

Auch Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann zeigte sich erfreut über die Preisträger. Es sei toll, dass die Band für den Preis vorgeschlagen worden sei, sie habe sie schon mehrmals live erlebt. „Das sind ja Hinhörer“, meint sie. Mit dem Bezirksratsempfang zeigte sie sich sehr zufrieden. Er sei ein Dankeschön an die Einrichtungen und erfülle die wichtige Aufgabe Menschen zusammen zu bringen. Daher fände der Empfang auch jedes Jahr in einer andere Gemeinde statt. „Jede Gemeinde hat die Möglichkeit, sich vorzustellen“, erklärte Walkling-Stehmann.

Diese Chance nutzte Pfarrer Burandt zugleich mit seiner Lukasgemeinde und stellte die Kirche als „Agentur für Verstehen und Verständigung“ vor. Allerdings hatte er auch schlechte Neuigkeiten. Zwar sei für die Gemeinde ein fähiger Küster gefunden, sein Aufenthaltsstatus sei jedoch nicht gesichert. Der fleißige Pfarrer warb daher für Unterschriften der Gäste, um dem Indonesier ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen.

Von Alina Stillahn

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