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Aus der Stadt Fünf Menschen aus der Region Hannover werden derzeit vermisst
Hannover Aus der Stadt

Vermisste aus der Region Hannover: Polizei sucht per Öffentlichkeitsfahndung

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19:00 14.01.2022
In der Region Hannover sucht die Polizei derzeit mehrere Personen per Öffentlichkeitsfahndung.
In der Region Hannover sucht die Polizei derzeit mehrere Personen per Öffentlichkeitsfahndung. Quelle: Paul Zinken/dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Polizei sucht derzeit nach fünf vermissten Personen aus Hannover und dem Umland. Ein 72-Jähriger verschwand in der ersten Januarwoche. Nach einer Frau aus Wunstorf fahnden die Ermittler bereits seit Ende August vergangenen Jahres. „Personen gelten als vermisst, wenn sie ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen haben, ihr Aufenthaltsort unbekannt ist und für sie eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen werden kann“, sagt Janique Bohrmann von der Polizeidirektion Hannover.

Frau aus Wunstorf seit August verschwunden

Bereits seit dem 27. August sucht das Polizeikommissariat Wunstorf nach Ewelina Anna K.. Sie befand sich bis zum Zeitpunkt ihres Verschwindens in medizinischer Behandlung in einer Klinik an der Südstraße in Wunstorf. Das dortige Personal hatte ihr einen Ausgang genehmigt. Davon kehrte die 39 oder 40 Jahre alte Frau allerdings nicht zurück. Zudem ließ sie ihre persönlichen Sachen sowie ihr Mobiltelefon in der Einrichtung zurück.

Die Vermisste Ewelina Anna K.. Quelle: Polizei

Die Polizei geht von einer erheblichen Eigengefährdung aus. Ewelina Anna K. ist 1,58 Meter groß und hat blaue Augen. Sie ist von schlanker Statur, hat jedoch ein rundliches Gesicht. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie etwa zwei Zentimeter lange, brünette Haare. Zudem war sie vermutlich mit einer schwarzen Hose, einer braunen/weißen Jacke der Marke „Wellensteyn“ und mit einem bunten Kopftuch bekleidet. Womöglich trägt die Gesuchte lilafarbene Sportschuhe.

Wer Hinweise zu der Vermissten geben kann, sollte sich beim Polizeikommissariat Wunstorf unter Telefon (05031) 95300 melden.

Mutter und Kind aus Hannover seit Anfang September vermisst

„Grundsätzlich besteht immer eine Gefahr für Vermisste, beziehungsweise abgängige ältere Menschen oder Kinder sowie Jugendliche“, sagt Polizeisprecherin Bohrmann. Eine Öffentlichkeitsfahndung komme insbesondere in Betracht, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Gefahr für Leib oder Leben der Vermissten bestehen, Kinder vermisst werden, von Vermissten eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen oder Vermisste hilflos sind oder werden können.

Antonia G. (12) und dessen Mutter Franziska. Quelle: Polizei Hannover

Eine Gefahr für Leib und Leben sieht die Polizei auch im Fall der vermissten Franziska T. (34 oder 35) sowie ihres Sohnes Antonio G. (12) aus Hannover-Vahrenwald. Das Sorgerecht für Antonio liegt beim Vater. Der hatte zuletzt am 3. September Kontakt zu seinem Sohn. Nach Ablauf des Ferienumgangs sollte der Junge zu ihm zurückkehren. Doch von Mutter und Sohn fehlt jede Spur. Es wird lediglich vermutet, dass sich die beiden in Leipzig, Hildesheim oder Göttingen aufhalten könnten, wohin T. Kontakte haben soll.

Antonio war zum Zeitpunkt seines Verschwindens etwa 1,65 Meter groß, hatte blonde, kurze Haare mit Scheitel nach links und braune Augen. Franziska T. hat braun-blonde, kurze Haare und trägt eine Brille. Antonio hat womöglich einen orangefarbenen Rucksack bei sich. „Fortlaufend werden die Fahndungsmaßnahmen der Vermissten aktualisiert und eingehende, neue Hinweise werden überprüft“, sagt Bohrmann. Hinweise nimmt die Polizei nach wie vor unter Telefon (0511) 1092717 entgegen.

Zwei Senioren aus Hannover vermisst

Seit Mitte Dezember, beziehungsweise Anfang Januar laufen zudem Öffentlichkeitsfahndungen nach zwei Senioren aus Hannover. So hat ein Angehöriger am 14. Dezember Margitta D. aus Hannover-Lahe als vermisst gemeldet. Am Nachmittag dieses Tages verließ die 68-Jährige ihr Wohnhaus, um Arztbesuche in Bothfeld zu tätigen. Sie kehrte nicht zurück.

Die Polizei bittet bei der Suche um Margitta D. um Mithilfe aus der Bevölkerung. Quelle: Polizei Hannover

Margitta D. war auf einem grau-weißen Pedelec der Marke „Kalkhoff“ unterwegs. Sie war bei ihrem Verschwinden mit einer lilafarbenen Steppjacke und schwarzen knöchelhohen Stiefeln bekleidet. Außerdem hatte sie einen dreieckigen Lederrucksack bei sich. Das Fahrrad eine auffällige rote Klingel.

Zeugen, die Hinweise zu der Vermissten oder ihrem Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeikommissariat Hannover-Lahe unter Telefon (05 11) 1093317 zu melden.

Das Fahrrad von Margitta D. Quelle: Polizei Hannover

Suche nach dementem 72-Jährigen

Ebenfalls gesucht wird der 72 Jahre alte Aissa N. Er verließ am 5. Januar ein Männerwohnheim an der Schulenburger Landstraße in Hannover-Hainholz. Wie die Polizei mitteilt, ist er leicht dement und orientierungslos.

Aissa N. hat in einem Männerwohnheim in Hainholz gelebt. Quelle: Polizei Hannover

Aissa N. ist circa 1,60 Meter groß und bewegt sich in gebückter Haltung. Er hat eine Halbglatze mit dunklen Haaren an den Seiten und ist glattrasiert. Weiterhin trägt er eine auffällige schwarze Brille mit dickem, eckigem Rahmen. Er ist dunkel gekleidet und trägt eine rote Schirmmütze. Außerdem führt er einen Gehstock oder Regenschirm als Gehhilfe mit sich. Der Vermisste spricht Deutsch mit Akzent.

Hinweise zu dem Vermissten nimmt das Polizeikommissariat Hannover-Nordstadt unter Telefon (0511) 1093117 entgegen.

Wann sollte man jemanden bei der Polizei als vermisst melden?

„Bei vermissten älteren Personen, die in einem Seniorenheim leben, wird als erste Fahndungsmaßnahme mitunter das Wohnheim abgesucht“, sagt Bohrmann. Außerdem werden die alten Wohnadressen der Personen überprüft, da sich demente Personen gerne auf ihren „alten Heimweg“ begeben.

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Doch wann sollten Angehörige oder Freunde eigentlich eine Person als vermisst melden? Das kommt nach Polizeiangaben jeweils auf den Einzelfall sowie auf das Alter der Person an. „Grundsätzlich gilt: Wenn jemand seinen gewohnten Lebensumkreis verlassen hat und sich atypisch verhält, können Angehörige oder Freunde und Bekannte eine Polizeidienststelle aufsuchen und den Sachverhalt schildern“, sagt Bohrmann. „Die Polizei wird den Sachverhalt dementsprechend bewerten, einstufen und weitere Maßnahmen treffen.“

Von Manuel Behrens