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Aus der Stadt Vor türkischem Konsulat: Kurdischer Protest gegen Militäroffensive in Nordsyrien
Hannover Aus der Stadt

Vor türkischem Konsulat in Hannover: Kurdischer Protest gegen Militäroffensive in Nordsyrien

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18:04 09.10.2019
Rund 80 Kurden demonstrieren vor dem türkischen Konsulat an der Christuskirche gegen Erdogans Politik und die militärische Invasion in Nordsyrien. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Etwa 80 Kurden haben sich am Mittwochnachmittag vor dem türkischen Konsulat zu einem Protest gegen das militärische Vorgehen in Nordsyrien versammelt. Nach bisherigen Polizeiangaben verlief die Demonstration friedlich und war schon vor dem eigentlichen Einmarsch türkischer Truppen am Mittwoch angemeldet gewesen. Sie stehe dennoch „im aktuellen Kontext“ mit den Vorfällen im Nahen Osten.

„Erdogan hat schon lange die Grenze überschritten“, schreibt die Kurdische Gemeinschaft in einem Handzettel, der an der Christuskirche verteilt wurde. Die türkische Regierung bezwecke mit der Invasion zwei Ziele: Zum einen soll es zur Lösung der Flüchtlingskrise in der Türkei beitragen, indem die Führung zahlreiche Geflüchtete in den „überwiegend von Kurden bewohnten“ Korridor umsiedelt. Darüber hinaus will Erdogan nach Angaben der Demonstranten durch den Schritt in Syrien „die kurdische Selbstverwaltung zerschlagen“.

Erdogan ist ein „Brandstifter“

Der türkische Präsident betätige sich „als Brandstifter“, wenn er Millionen von syrischen Flüchtlingen umsiedle. Leider habe der amerikanische Präsident Donald Trump seinen Widerstand gegen den türkischen Einmarsch aufgegeben und ignoriere dabei, dass die Kurden die „einzigen zuverlässigen Verbündeten“ der USA in Syrien seien. Die Protestler forderten daher alle demokratischen Kräfte – insbesondere Menschenrechtler und Friedensaktivisten auf, sich hinter die Kurden zu stellen „und dem Krieg ein Ende zu setzen“.

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