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Aus der Stadt James-Bond-Experte erzählt Hintergrundgeschichten zu 007-Autos
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Vortrag im Leibniz Theater Hannover: Bond-Experte erzählt Geschichten zu 007-Autos

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19:21 24.11.2019
Bond-Experte Siegfried Tesche ist begeisterter Sammler von 007-Autos – allerdings nur in Miniaturformat: „Andere kann ich mir nicht leisten.“ Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Wer an den Aston Martin DB 5 denkt, denkt an James Bond. Das elegante, knapp 300 PS starke Auto und der noch elegantere englische Geheimagent sind in den Köpfen vieler Filmfans nahezu untrennbar miteinander verbunden. Seit dem dritten 007-Film „Goldfinger“, der 1964 mit Sean Connery in der Hauptrolle ins Kino kam, fährt der Geheimagent im Dienst Ihrer Majestät in den inzwischen 24 Bond-Filmen immer mal wieder den silbernen Klassiker.

Klar, dass das Auto in einem Vortrag über die Gefährte, mit denen Bond bereits unterwegs war, nicht fehlen darf. Kuriose Geschichten zu allen Gefährten – von 19 bis 1001 PS hat der Agent (fast) alles bewegt – kennt Hochschuldozent und Bond-Experte Siegfried Tesche. Am Montag, 25. November, um 20.07 Uhr plaudert Tesche im Leibniz Theater aus dem Agentennähkästchen. Der 62-Jährige, der seit 1969 selbst Bond-Fan und -Sammler ist, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Hintergrundgeschichten der Filme. Außerdem reist er regelmäßig zu Dreharbeiten, von denen er auch in seinem Vortrag berichten und Fotos zeigen wird.

Der Filmjournalist und Sammler Siegfried Tesche kennt sich mit Bond-Fahrzeugen aus – und sitzt auch selbst gern in einem: hier in der Ausstellung „In geheimer Mission – Der Spion, der aus Wattenscheid kam“ in einem Nachbau des Ein-Mann-Hubschraubers Little Nelli aus dem James Bond Film „Man lebt nur zweimal“. Quelle: dpa

Bond-Autos waren nach Dreh uninteressant

Spannende Geschichten über die Wagen von 007 kennt Tesche viele. Zum Beispiel die, dass das Mondfahrzeug mit dem Bond in „Diamantenfieber“ von 1971 unterwegs war, Jahre nach dem Dreh völlig verrottet auf einem Feld in England entdeckt wurde. Oder die, dass ein weißer Lotus Esprit, den 007 in „Der Spion, der mich liebte“ und „In tödlicher Mission“ fuhr, bei einer Blindversteigerung von verschlossenen Containern in New York aufgetaucht ist.

Nach den ersten Filmen habe man gar nicht daran gedacht, dass die Fahrzeuge noch etwas wert sein könnten, sagt Tesche. „Man hat sich für die Wagen nicht mehr interessiert und sie in eine Ecke im Werk gestellt – im besten Fall.“ Erst durch Fans, die sich auf die Suche nach den Autos machten, wurde der Wert klar. In den Sechzigerjahren seien zwei Aston Martins aus dem Film „Goldfinger“ für rund 8000 Pfund verkauft worden, erzählt Tesche. „In den Siebzigern kostete einer schon 12.000 Dollar und 2010 wechselte einer für 4,6 Millionen Dollar den Besitzer.“

Bei den Dreharbeiten am Gardasee 2008 für den Film „Ein Quantum Trost“ darf Siegfried Tesche in einem Aston Martin sitzen – die Kratzer seien aber nicht von ihm, versichert er. Quelle: Siegfried Tesche

James Bond wird zur Marke

Bond sei nicht von Anfang an Kult gewesen, sagt Tesche. „Für viele kam da einfach jedes Jahr ein erfolgreicher neuer Actionfilm in die Kinos.“ Dass James Bond zur Marke wurde, lag auch an den offiziellen Fanartikeln: Auf 007-Spielzeugautomodelle folgten Krawatten, Feuerzeuge und Hemden – längst gibt es auch 007-Parfums. „Es gab in den Sechzigerjahren sogar einen ,Goldfinger’-Nagellack“, sagt Tesche. „Und 007-Pfeifen, obwohl er gar nicht raucht.“

Auch bei den Dreharbeiten zum kommenden Bond-Film „No Time to Die“ auf Madera ist Tesche dabei. Quelle: Sigfried Tesche

Dass Bond bei den Zuschauern so gut ankommt, liege auch an dem „Understatement“, das der Geheimagent ausstrahlt, sagt Tesche. „Er ist so eine Art Kleinbürger mit Waffen.“

Seine markanten Fahrzeuge würden oft erst durch die spezielle Fahrweise des Engländers zum Rennauto, sagt der Experte. Angesichts der technischen Finessen der Wagen – vom Wechselkennzeichen bis zum Unterwasserantrieb – kann der Zuschauer ins Träumen kommen: „Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, seinen Beifahrer über einen Schleudersitz heraus zu katapultieren?“

Auch im neuen Film wird der Aston Martin wieder auftauchen – und muss auch für Stunts herhalten. Quelle: Sigfried Tesche

Siegfried Tesche hält seinen Vortrag „In rasanter Mission“ am Montag, 25. November, um 20.07 Uhr im Leibniz Theater. Die Tickets kosten 25,90 Euro, ermäßigt 21,90 Euro. Wer sich darüber hinaus für die Autos in den Bond-Filmen interessiert, kann sich auf das Buch „Motorlegenden – James Bond“ von Siegfried Tesche freuen, das im Februar 2020 erscheinen soll. Der neue James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ soll zudem am 2. April 2020 in Deutschland in die Kinos kommen.

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