Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Experte spricht über Corona und Patientenverfügung
Hannover Aus der Stadt

Vortragsreihe "Alles geregelt?" - Experte Matthias Thöns spricht über Corona und Patientenverfügung

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
13:13 22.04.2020
Dr. Matthias Thöns spricht bei einem „Alles geregelt? Spezial“ über das Coronavirus und die Folgen für die Patientenverfügung. Quelle: Marion Nelle
Anzeige
Hannover

Wann und wie füllt man eine Patientenverfügung richtig aus? Muss man mögliche Krankheiten darin direkt benennen? Und wie verändert die Corona-Krise dieses ganz persönliche Dokument? Antworten auf solche Fragen bietet die Vortragsreihe „Alles geregelt?“, bei der die Sparda-Bank Hannover seit sieben Jahren gemeinsam mit der HAZ-Redaktion in das Foyer der Bank einlädt. Derzeit sind solche Vortragsabende nicht möglich. Also feiert ein neue Videoangebot am Sonnabend, 25. April, Premiere. Der renommierte Palliativmediziners Dr. Matthias Thöns spricht dann über Patientenverfügungen und Corona in einem neuen, digitalen Talk-Format.

Corona-Krise verschärft bestimmte Abwägungen

Im Gespräch geht es um ein würdevolles Lebensende ohne hoch technisierte Medizin und künstliche Eingriffe zur Lebensverlängerung. Nur jeder vierte Deutsche im Alter zwischen 45 und 59 Jahren hat in einer Patientenverfügung festgehalten, welche Maßnahmen gewünscht sind und welche nicht. Wenn sich Betroffene nicht mehr äußern können, müssen Angehörige entscheiden. Die Corona-Krise verschärft dabei bestimmte Abwägungen. Denn es gilt, medizinische Behandlungen mit persönlichen Einstellungen abzustimmen. Schließlich greift bei einem schweren Verlauf der Covid-19-Infektion die Therapie nach akutmedizinischen Standards. Dr. Matthias Thöns plädiert vor allem bei älteren Menschen und jenen mit diversen Vorerkrankungen für dezidierte Patientenverfügungen, damit Schwerstkranke im Fall der Fälle nicht gegen ihren Willen und mit geringer Heilungschance maximal therapiert werden.

Anzeige

Es geht auch um ethische Fragen in der Medizin

Thöns ist Facharzt für Anästhesiologie, Notfall-, Schmerz und Palliativmedizin und Autor des Buchs „Patient ohne Verfügung“. Das Gespräch mit dem Titel „Patientenverfügung – Warum sie in Zeiten von Covid-19 noch wichtiger ist“ soll nicht nur die Grundlagen einer Patientenverfügung erklären, sondern auch ethische Fragestellung behandeln. Das Gespräch finden HAZ-Leser am Sonnabend, 25. April, auf www.haz.li/alles-geregelt. HAZ-Leser können eventuelle Fragen bis Freitag, 24. April, um 11 Uhr per Mail an hannover@haz.de mit dem Stichwort „Alles geregelt?“ einsenden.

Zur Veranstaltungsreihe „Alles geregelt?“ erscheint auch in diesem Jahr ein Ratgeber mit 108 Seiten. Er enthält Checklisten und Tipps, um alle wichtigen Unterlagen zu ordnen. Er ist für 14 Euro unter der kostenfreien Rufnummer (08 00) 1518518 oder online unter shop.haz.de erhältlich zuzüglich 2,90 Euro Versandkosten.

Das tägliche HAZ Corona-Update als Newsletter Alle News zum Coronavirus in Hannover täglich gegen 6 Uhr im E-Mail-Postfach.

Von Jan Sedelies

Die tägliche Hannover-Glosse - „Lüttje Lage“: Die Maske
22.04.2020
Grundschule in Oberricklingen - Eltern schreiben Brandbrief an die Stadt
22.04.2020
Anzeige