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Aus der Stadt Warnstreik: In der MHH müssen Operationen verschoben werden
Hannover Aus der Stadt Warnstreik: In der MHH müssen Operationen verschoben werden
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15:10 27.02.2019
Pflegekräfte demonstrieren für höhere Löhne – kürzlich in Hannover, am Mittwoch in Bremen. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Mit einem erneuten Warnstreik legen Landesbeschäftigte am Mittwoch Ämter und Betriebe zum Teil lahm. In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beteiligen sich 218 Mitarbeiter an dem Streik, darunter 40 Auszubildende. Knapp die Hälfte der Operationssäle kann nicht betrieben werden. „Wir haben uns darauf eingestellt und entsprechende Pläne entwickelt“, sagt eine MHH-Sprecherin. So konnte die Zahl der Operationen bereits im Vorfeld reduziert werden. „Die Versorgung eingelieferter Notfallpatienten ist aber gewährleistet“, sagt die Sprecherin. Auch an der Leibniz Universität, in Straßenmeistereien und Landesämtern beteiligen sich Mitarbeiter am Streik. Sie treffen sich am Mittwoch mit ihren Kollegen in Bremen zu einer Kundgebung.

Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn

Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit beginnt am Donnerstag, 28. Februar. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 6 Prozent, mindestens aber einen Anstieg der Entgelte um 200 Euro sowie zusätzlich 300 Euro für Pflegebeschäftigte. Für Auszubildende fordert Verdi eine höhere Vergütung von 100 Euro sowie die Übernahme nach der Ausbildung. Das Tarifergebnis soll auf Beamte übertragen werden. Die Arbeitgeberseite hat bisher noch kein Angebot vorgelegt, fürchtet aber horrende Kosten für die Landeskassen.

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Bereits in der letzten Woche hatten Beschäftigte der MHH ihre Arbeit niedergelegt.

Von Andreas Schinkel