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Aus der Stadt Hannoveranerin sitzt fest: Kreuzfahrtschiff darf wegen Corona-Virus nicht in Hafen
Hannover Aus der Stadt

Wegen Coronavirus: Kreuzfahrtschiff mit Hannoveranerin an Bord darf nicht in Hafen

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18:59 07.02.2020
Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Princess Cruises. Mit einem ähnlichen Schiff ist Sabine D. aus Hannover unterwegs. Quelle: Hiroko Harima
Hannover

Es sollte eine Traumreise werden – doch für Sabine D. aus Hannover hat eine Kreuzfahrt jetzt eine unschöne Wendung genommen. Nach fünf Tagen auf dem Pazifik durfte ihr Schiff, die „Emerald Princess“ der Reederei Princess Cruises, nicht in die Häfen von Pago Pago in Amerikanisch-Samoa sowie Apia (Samoa) einlaufen. Schuld daran ist der Coronavirus. „Man hat uns erklärt, dass wir nicht anlegen können, weil es nicht machbar sei, etwa 3000 Passagiere und mehr als 1000 Besatzungsmitglieder auf ihre Gesundheit zu überprüfen“, sagt die 64-Jährige, die ihren vollen Namen nicht öffentlich nennen möchte.

Schon bevor sie an Bord gegangen seien, habe man die Passagiere gefragt, ob sie sich in den vergangenen 14 Tagen in China aufgehalten hätten. Der Kapitän habe dann unterwegs bekannt gegeben, dass der geplante Halt nicht möglich sei. „Ich persönlich kann diese Vorsichtsmaßnahme schwer nachvollziehen, zumal wir nichts von einem Krankheitsfall an Bord wissen“, sagt Sabine D.

Hawaii aus Ausweichziel

Die Stimmung an Bord sei dennoch entspannt, sagt die Davenstedterin. In anderen Häfen sei es schließlich möglich, an Land zu gehen, das Schiff stehe nicht unter Quarantäne. Anders als geplant werde das Kreuzfahrtschiff jetzt Kona und Hilo im US-Bundesstaat Hawaii anlaufen.

Die „Emerald Princess“ ist nicht das einzige Kreuzfahrtschiff, das seine Route wegen des Coronavirus ändern muss: Die „Aida Vita“ wird anders als geplant nicht in Hongkong, sondern in der Halong-Bucht in Vietnam einen Stopp einlegen. Die Kreuzfahrtgesellschaften Costa Crociere und MSC hatten bereits alle Kreuzfahrten abgesagt, die von chinesischen Häfen starten. In Italien hatten vor einer Woche mehr als 6600 Urlauber auf einem Kreuzfahrtschiff festgesessen, da bei einer Reisenden vorübergehend der Verdacht auf eine Corona-Erkrankung bestanden hatte.

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