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Aus der Stadt Weihnachtsmarkt: Polizei ist mit wieder Maschinenpistolen unterwegs
Hannover Aus der Stadt Weihnachtsmarkt: Polizei ist mit wieder Maschinenpistolen unterwegs
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16:26 23.11.2018
Weihnachtsmarkt an der Marktkirche: Auch im Jahr 2018 werden Polizeibeamte mit Maschinengewehren die Zufahrten sichern. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Fast 200 Buden und Stände, Leckereien, Kinderspaß, Musik und zum ersten Mal auch ein begleitendes Kulturprogramm – aber auch viele schwer bewaffnete Polizisten: In der historischen Altstadt von Hannover wird am Mittwoch, 28. November, der traditionelle Weihnachtsmarkt eröffnet. Um 16 Uhr wollen Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann mit dem Einschalten der Weihnachtsbaumbeleuchtung vor der Marktkirche das Startsignal für 25 besinnliche und vergnügte Markttage geben – mit Angeboten rund um die Marktkirche bis zum Platz der Weltausstellung und mit Aktionen und Angeboten bis hin zum Ballhofplatz .

Zum Bild werden beim Weihnachtsmarkt aber auch wieder sehr viele Polizisten, Sicherheitskräfte und ein Ordnungsdienst gehören. Stadt und Polizei setzen auf das bewährte Sicherheitskonzept des Vorjahres – mit vielen gut erkennbaren uniformierten Beamten, einer mobilen Wache und zusätzlichen zivilen Kräften. Auch Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen sollen an neuralgischen Punkten wie Eingängen und Zufahrtsstraßen in der City wieder zu sehen und unterwegs sein. Die Sicherheitsvorkehrungen haben jedoch laut Polizei lediglich vorbeugenden Charakter. „Wie schon im Vorjahr gibt es zwar weiterhin eine abstrakte Gefährdungssituation in Bezug auf terroristische Bedrohungen, aber weiterhin auch keine konkreten Hinweise für geplante Attentate in Hannover“, sagt die Leiterin der Polizeiinspektion Mitte, Gwendolin von der Osten. Im vergangen Jahr hatten sich zwei unbeabsichtigte Zwischenfällen mit den eingesetzten Maschinenpistolen ereignet. Unter anderem hatte sich einmal am Rande des Weihnachtsmarktes an der Knochenhauerstraße bei der Übergabe einer Maschinenpistole ein Schuss gelöst. Das Projektil war in den Asphalt eingeschlagen.

Zwei Polizeibeamte bewachen 2017 den Eingang zum Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus. Quelle: Kutter
Gwendolin von der Osten (links), der Leiter des Marktwesens, Michael Flohr, und die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette stellen im Neuen Rathaus das Programm sowie das Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt vor. Quelle: Moritz Frankenberg

Nach dem Terroranschlag mit einem Lastwagen auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor zwei Jahren hatte die Polizei schon im vergangenen Jahr die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht. Auf Betonpoller und Absperreinrichtungen gegen mögliche Attentate mit Lastwagen wird seitens der Polizei jedoch trotzdem wieder verzichtet. „Dafür ist der Einsatzraum bis zu den Bereichen hinter der Oper und dem Ernst-August-Platz viel zu groß“, sagt Polizeidirektorin von der Osten. Immerhin gelte das Sicherheitskonzept für die gesamte Innenstadt – also auch für den Standort der Weihnachtspyramide am Kröpcke sowie für den Markt auf dem Ernst-August-Platz und sogar für den Weihnachtsmarkt auf der Lister Meile. Wie schon Vorjahr ist allerdings der Lieferverkehr in den Fußgängerzonen nur in den frühen Vormittagsstunden gestattet: um große Fahrzeuge zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes von 11 bis 21 aus der Marktzone zu verbannen.

Das Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei beinhaltet außerdem einen Maßnahmenkatalog mit Vorkehrungen gegen Stürme, Stromausfälle sowie Risikosituationen bis hin zu einer Bombendrohung. An der Schmiedestraße werden Polizisten im Bereich des Hans-Lilje-Platzes in einer mobilen Containerwache im Dienst sein. „So ziemlich jeder Besucher wird bei seinem Aufenthalt auf dem Weihnachtsmarkt einmal einem Polizisten begegnen“, so fasste die Polizeidirektorin von der Osten die geplante Polizeipräsenz zusammen. Nach Angaben der Stadt werden wie schon in den Vorjahren täglich bis zu 100.000 Besucher in der Altstadt erwartet. In den vergangenen Jahren wurden beim Weihnachtsmarkt durchschnittlich jeweils rund 1,8 Millionen Gäste gezählt.

Premiere: Kulturprogramm an drei Spielstätten

Wenn in der historischen Altstadt am Mittwoch, 28. November, um 16 Uhr der traditionelle Weihnachtsmarkt mit Auftritten von verschiedenen Chören eröffnet wird, erwartet die Besucher anschließend an insgesamt 25 Markttagen jeweils von 11 bis 21 Uhr ein buntes Programm: Insgesamt werden genau 190 weihnachtlich geschmückte Stände und Buden aufgebaut, an denen kulinarische Leckereien, Süßigkeiten, Getränke, Holzspielzeug, Kunsthandwerk, Textilien und Haushaltswaren angeboten werden – inklusive Vorführungen der Handwerkskünste von Töpfern und Glasbläsern. Mit dabei ist auch wieder das beliebte Finnische Weihnachtsdorf auf dem Ballhofplatz sowie ein historisches Weihnachtsdorf, in dem an insgesamt 50 Ständen mittelalterliches Stadtleben demonstriert wird – Waffenschmied und Bogenschießen inbegriffen. Außerdem wird es einen Wunschbrunnenwald geben. Auf dem Hanns-Lilje-Platz wird jeweils von Sonntag bis Donnerstag von 16 bis 20 Uhr ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit musikalischen Darbietungen angeboten.

„Wir haben aber auch insgesamt 16 neue Standbetreiber ins Programm aufgenommen“, sagt die Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Premiere feiert auch ein völlig neues Familienkulturprogramm mit Kreativwerkstätten, Musik, Lesungen, Theater und Ausstellungen. „Das Lichterhaus“ - unter diesem Titel werden vom 5. bis 19. Dezember ergänzend zum Weihnachtsmarkt zahlreiche Aktionen und Kulturveranstaltungen für alle Generationen angeboten. Die drei Standorte – Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule (VHS), Historisches Museum Hannover und das Junge Schauspiel im Ballhof – sollen laut Tegtmeyer-Dette ein kulturelles Dreieck bilden. Das komplette Programm ist im Internet unter www.kinderkultur-stadt-hannover.de und www.vhs-hannover.de zu finden. Eine Übersicht über den gesamten Weihnachtsmarkt ist im Internet unter www.weihnachtsmarkthannover.de zu finden. In der Stadt Hannover gibt es zudem noch etliche weitere Märkte.

Von Ingo Rodriguez

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