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Aus der Stadt Jagau und Schostok streiten um Hannoverimpuls
Hannover Aus der Stadt Jagau und Schostok streiten um Hannoverimpuls
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00:15 04.04.2019
Regionspräsident Hauke Jagau (2. von links) und Oberbürgermeister Stefan Schostok (rechts daneben) bei der Inbetriebnahme der Warn-App Katwarn. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Im Streit um die Regionsumlage haben sich Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau (beide SPD) verhakt, jetzt gibt es einen neuen Konflikt. Nach Informationen der HAZ führen die beiden nun auch noch eine heftige Auseinandersetzung um die Spizenposition bei Hannoverimpuls.

Geschäftsführervertrag läuft aus

Der Vertrag des derzeitigen Geschäftsführers der gemeinsamen Wirtschaftsfördergesellschaft von Stadt und Region, Adolf Kopp, läuft zum Jahresende aus und soll nicht wieder verlängert werden. Schon über den derzeitigen Geschäftsführer gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während Schostok, Aufsichtsratsvorsitzender von Hannoverimpuls, mit der Arbeit des Geschäftsführers zufrieden gewesen sei soll, soll das im Regionshaus anders beurteilt werden.

Keine Einigkeit bei Nachfolgersuche

Aber auch bei der Suche nach einem Nachfolger ist die Uneinigkeit groß. Im Aufsichtsrat erzählt man sich, dass Schostok im Alleingang den Parteigenossen Ralf Borchers, früher Leiter der Mittelstandsabteilung im Wirtschaftsministerium und jetzt bei der N-Bank, an die Spitze von Hannoverimpuls setzen wollte, ohne andere Aufsichtsratsmitglieder zu informieren.

Wie es heißt, gab es nicht nur bei CDU und FDP Widerstand dagegen, den Posten mit einem hannoverschen SPD-Mann zu besetzen. Auch Jagau soll deutlich seine Bedenken angemeldet und die Besetzung mit Borchers dann verhindert haben.

Jagau will grundsätzliche Ausrichtung klären

Wie zu hören ist, will Jagau erst einmal die grundsätzliche Ausrichtung von Hannoverimpuls klären, dann solle über einen neuen Geschäftsführer geredet werden. Aus dem Umland ist zu hören, dass man dort nicht überall mit der Arbeit der Wirtschaftsförderer zufrieden ist. Denn zu oft stehe die Landeshauptstadt im Vordergrund, heißt es.

Überraschende Mitteilung

Am Freitagnachmittag überraschten dann Stadt und Region mit einer gemeinsamen Pressemitteilung. Wie berichtet fungieren ab Montag, 1. April, zusätzlich die Wirtschaftsdezernenten von Stadt und Region, Sabine Tegtmeyer-Dette und Ulf-Birger Franz, zusätzlich zum hauptamtlichen Geschäftsführer Kopp als nebenamtliche Geschäftsführer. Aus dem Aufsichtsrat heißt es, dass das Misstrauen gegen Kopp kaum hätte deutlicher gemacht werden können.

Offen ist, wie es jetzt bei der Geschäftsführersuche weitergeht. Zwar hatte der Aufsichtsrat schon eine Findungskommission gebildet. Aber laut Pressemitteilung soll auch über eine Anpassung der Strategie von Hannoverimpuls und eine engere Verzahnung mit den kommunalen Wirtschaftsförderbereichen von Stadt und Region geredet werden.

Hannoverimpuls ist die gemeinsame Tochter der Landeshauptstadt und der Region Hannover. Ihre Aufgabe ist die Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region Hannover. Die Gesellschaft ist als Ergänzung und Intensivierung der bestehenden Wirtschaftsförderungsstrukturen konzipiert und initiiert und fördert Projekte, um langfristig Arbeitsplätze zu schaffen. Unter anderem werden jährlich besondere Geschäftsmodelle in der Region ausgezeichnet.

Von Mathias Klein

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