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Aus der Stadt Virtuell in der Notaufnahme: Mediziner aus Hannover erfindet Lernapp für Studenten
Hannover Aus der Stadt

Wissenschaftspreis Niedersachsen 2019: Mediziner aus Hannover erfindet Lernapp für Studenten

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19:18 27.11.2019
Bekommen den Wissenschaftspreis Niedersachsen 2019: Die Professoren Arno Ruckelshausen, Lorenz Grigull, Henrik Mouritsen sowie Nachwuchsforscher Murat Sivis. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Lernen darf ruhig Spaß machen, meint Professor Lorenz Grigull. Der Mediziner hat deshalb eine motivierende Lernapp für seine Studenten an der Medizinischen Hochschule Hannover entwickelt. Mit dem Programm begeben sich die Medizinstudenten virtuell in die Notaufnahme einer Kinderklinik und trainieren spielerisch, wie sie den jungen Patienten helfen. „Es geht dabei um reale Fälle und lebensnahe Situationen“, sagt der 52-Jährige. Grigull hat dafür jetzt den Wissenschaftspreis Niedersachsen 2019 für Lehre erhalten. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hat am Mittwoch im Landesmuseum drei Professoren mit dem Preis und jeweils 25.000 Euro ausgezeichnet.

Forschung zu Zugvögeln und Agrarrobotern

Professor Henrik Mouritsen erhält den Preis für seine Forschung zur Navigation von Tieren. Passend zum Anlass trug der international anerkannte Experte für Zugvögel eine Krawatte mit Seeschwalbe. Der 48-jährige Biologe der Universität Oldenburg hat herausgefunden, wie die Tiere auf ihren Langstreckenflügen das Magnetfeld der Erde zur Orientierung nutzen. Physikprofessor Arno Ruckelshausen von der Hochschule Osnabrück will die Landwirtschaft durch Agrarroboter nachhaltiger machen. Die Maschinen bewegen sich selbstständig, entfernen Unkraut und untersuchen den Boden. Als Nachwuchswissenschaftler hat Murat Sivis von der Georg-August-Universität Göttingen einen wissenschaftlichen Fehler bei der Beobachtung von Nanostrukturen aufgedeckt.

Studenten für ihr Engagement ausgezeichnet

Ausgezeichnete Studenten: Avrina Jos Joslin Thambi, Frederike Hirt, Patrick Glatz, Corinna Schäfer und Monika Clara Bak. Quelle: Samantha Franson

Vier Preise in Höhe von jeweils 3.500 Euro gehen an Studenten für ihre fachliche Leistung oder ihr soziales Engagement. Die Jurastudenten Frederike Hirt und Patrick Glatz von der Leibniz-Universität geben mit ihrem Verein Hanover Law Review eine Zeitschrift zur wissenschaftlichen Ausbildung heraus. Die Physikstudentin Corinna Schäfer hat bereits in ihrer Bachelorarbeit an der Technischen Universität Braunschweig eine wichtige wissenschaftliche Arbeit zu Messungen für die europäische Weltraummission Rosetta geliefert. Ihr Bachelorstudium Maschinenbau an der Jade Hochschule hat Monika Clara Bak hervorragend abgeschlossen. Auch im Master engagiert sie sich vielfältig in der Hochschulpolitik und als Mentorin für jüngere Studenten. Sie gilt als Vorbild für Studentinnen im Ingenieurstudium. Und Avrina Jos Joslin Thambi von der Georg-August-Universität Göttingen sticht mit einer Abschlussarbeit zur feministischen Theorie und der Unterstützung internationaler Studenten hervor.

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