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Aus der Stadt Region zahlt Kommunen 12 Millionen Euro für neue Wohnungen
Hannover Aus der Stadt

Wohnbauprämie: Region Hannover zahlt Kommunen 12 Millionen Euro für neue Wohnungen

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09:00 07.10.2019
In Laatzen wird derzeit relativ viel gebaut. Quelle: Julian Stratenschulte (DPA)
Hannover

Die Städte und Gemeinden in der Region Hannover erhalten in diesem Jahr rund 12 Millionen Euro Wohnbauprämie. Der von der Region neu geschaffene Zuschuss wird je nach Menge neu gebauter Wohnungen zur freien Verwendung an die einzelnen Kommunen überwiesen. Für die Wohnbauprämie stehen für dieses und die kommenden zwei Jahre insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung.

Den größten Anteil an der Summe hat mit 4,6 Millionen Euro die Stadt Hannover. Dort sind bisher 203 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie 702 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstanden. Insgesamt wurden in diesem Jahr in der Region 2873 Wohnungen gebaut, davon 1745 in Mehrfamilienhäusern, der Rest in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Gehrden ist das Schlusslicht

Bei den Umlandkommunen erhält die mit Abstand größte Summe Laatzen: 1,1 Millionen Euro. Dort sind insgesamt 231 Wohnungen gebaut worden, davon 193 in Mehrfamilienhäusern. Schlusslicht in der Statistik der Regionsverwaltung bildet Gehrden, dort entstanden 36 neue Wohnungen, alle in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Es gebe einen langsamen Wandel weg vom Bau von Ein- hin zu Mehrfamilienhäusern, sagte der Teamleiter Regionsplanung der Region, Wolfgang Jung, in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. In den Umlandkommunen gebe es aber zahlreiche Probleme, mehr Neubauten anzuschieben, berichtete er.

Landwirte wollen Flächen nicht verkaufen

Beispielsweise fehle häufig bei den Landwirten die Verkaufsbereitschaft für Flächen, auf denen gebaut werden könnte. Zudem reichten in den Planungsabteilungen der einzelnen Rathäuser die personellen Ressourcen nicht aus. Außerdem gebe es in den Kommunen knappe finanzielle Möglichkeiten, daher schrecke man dort vor den Folgekosten von mehr Wohnungen, wie zum Beispiel mehr Plätze in Kitas und Schulen, zurück. Und der Wohnungsbau leide auch stark unter dem Engpass bei den Baufirmen.

Alle Kommunen wollten eigentlich junge Familien mit Kindern gern bei sich haben, berichtete Wolf. Es gebe im Umland aber eine große Skepsis gegenüber Sozialwohnungen. Diese Haltung drückt sich auch in der Statistik aus: Insgesamt entstanden in diesem Jahr bisher in der Region 246 Sozialwohnungen, davon mit 154 die meisten in Hannover. Sonst wurden Sozialwohnungen nur noch in Lehrte (45), Langenhagen (34), Barsinghausen (12) und Uetze (1) gebaut.

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