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Aus der Stadt Hausverkäufe schüren Angst vor Mietanstieg
Hannover Aus der Stadt Hausverkäufe schüren Angst vor Mietanstieg
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12:47 04.02.2019
Das Bürgergespräch zum geplanten Wohnquartier auf dem Bumke-Gelände wird wegen Platzmangel verschoben. Dennoch betrachten einige Besucher Lageplan und Fotos vom Areal. Quelle: Villegas
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Nordstadt

Was aus dem bisherigen Gewerbegebiet der Firma Bumke wird, bewegt die Nordstädter. So sehr, dass die Veranstalter eine geplante Diskussion zur Zukunft des Geländes wegen des großen Andrangs verschoben haben. Weil zahlreiche Bürger am 31. Januar vor der Tür der Bürgerschule bleiben mussten, hat das Theo Gerlach Wohnungsbau-Unternehmen die Diskussion zu Wohnungsbau in der Nordstadt kurzerhand abgesagt und sucht nun nach einem größeren Saal und neuen Termin. „Wir wollen nicht, dass Unzufriedenheit aufkommt“, sagt Geschäftsführer Helmut Kummer. Das Unternehmen will ein neues Wohnquartier auf dem bisherigen Gelände des Elektro- und Sanitärgroßhandels Bumke am Engelbosteler Damm entwickeln und hatte zur Ideenfindung eingeladen.

Nordstädter treibt die Angst vor steigenden Mieten um

Viele Bürger wundern sich nicht über den Andrang. Da ist zum einen die Begeisterung für alte Industrie- und Gewerbebauten, die zur Geschichte eines Viertels gehören. Viele Anwohner treibt aber vor allem die Angst vor steigenden Wohnkosten um. „Erschwingliches Wohnen ist jetzt einfach ein großes Thema“, betont eine Nordstädterin an dem Abend. Ein Anwohner des Bumke-Geländes hofft, dass die neue Bebauung nicht höher wird als bisher. Jetzt hat er aus seiner Wohnung einen weiten Blick, ein Luxus in dem vielerorts eng bebauten Viertel. „Die neuen Wohnungen werden sicher unbezahlbar“, glaubt der Mann. In der Nachbarschaft laufe bereits die Umwandlung bisheriger Mietshäuser in teure Eigentumswohnungen.

Auf dem Gelände des Sanitärgroßhandels Bumke sollen Wohnungen entstehen.

Auch die Woge Nordstadt beobachtet diese Entwicklung. Die Wohnungsgenossenschaft hat sich jüngst mehrmals um Mietshäuser in Warstraße, Schaufelder Straße und Fliederstraße bemüht, die zum Verkauf standen. Teils haben die besorgten Mieter die Woge darauf aufmerksam gemacht.

Genossenschaft beklagt überhöhte Verkaufspreise

Doch die Genossenschaft hatte keinen Erfolg mit ihren Anfragen. „Die Preise sind im Moment so überhöht, dass wir sie nicht zahlen können, denn unser Ziel ist es, kostengünstige Mieten zu bieten“, sagt Friedhelm Birth vom Woge-Vorstand. Eine garantierte Miete von 6,50 Euro sei so nicht zu realisieren. In einem Haus in der Fliederstraße haben die Bewohner mehrmals mit Protestaktionen auf ihre Lage hingewiesen. Nach Verkauf und Sanierung sollen die Mieten drastisch steigen. „In solcher Situation ziehen viele Leute aus, weil sie die Auseinandersetzung nicht aushalten“, berichtet Birth. Das führe zu Unruhe in der Nordstadt.

Die Nordstädterin Tana Franke freut sich aber, dass Bürger bei der Entwicklung des Bumke-Geländes einbezogen werden. „Es ist toll, dass wir uns selbst eine Meinung bilden können. Ein Gewerbegebiet in dieser Form gibt es nicht mehr so oft.“

Das neue Wohnquartier in der Nordstadt entsteht in zentraler Lage. Der Elektro-, Heizungs- und Sanitärgroßhandel Hermann Albert Bumke verlässt sein angestammtes Gelände spätestens im nächsten Jahr. Gerlach Wohnungsbau hat das rund 8200 Quadratmeter große Gewerbeareal bereits Ende 2017 erworben, die Stadt hat eine Änderung des Bebauungsplans eingeleitet. „Wir wollen ein Projekt entwickeln, das funktioniert und zur Nordstadt passt. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir vor dem Beginn der Planungen in den Dialog gehen und Ideen einsammeln“, sagt Kummer.

Von Bärbel Hilbig

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