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Aus der Stadt Aktivisten steigen aus Dialog zum Bumke-Gelände aus
Hannover Aus der Stadt

Wohnungsbau Hannover-Nordstadt: Aktivisten steigen aus Dialog zum Bumke-Gelände aus

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11:24 24.07.2019
Bereits bei der öffentlichen Diskussion über das Wohnbauprojekt Ende Juni in der Christuskirche kritisieren Aktivisten das Beteiligungsverfahren. Quelle: André Pichiri
Nordstadt

Die Initiative „Bumke selber machen - Netzwerk Wohnraum für Alle“ kritisiert das bisherige Beteiligungsverfahren zur Bebauung des ehemaligen Bumke-Gelände. Aus Sicht der Aktivisten ist der Dialog gescheitert. Auf dem Grundstück des Elektro- und Sanitärgroßhandels am Engelbosteler Damm soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Firma Theo Gerlach Wohnungsbau hat das 8200 Quadratmeter große Areal Ende 2017 erworben und plant Wohnungen.

Initiative will nicht mehr mitdiskutieren

Bisher gab es zwei öffentliche Bürger-Foren des Investors zum Thema. Bereits die zweite Veranstaltung Ende Juni hatten rund 50 Mitglieder der Initiative unter Protest verlassen. Sie haben sich bisher aber mit anderen Initiativen und Bürgern an Arbeitsgruppen zur Planung des Geländes beteiligt. Damit soll nun auch Schluss sein. Die Gruppe fordert eine Anwaltsplanung, umfassende demokratische Mitentscheidung und „dauerhaft günstige Mieten“. Für diese Forderungen haben sie mit dem Sammeln von Unterschriften begonnen.

Die Aktivisten bezeichnen das Vorgehen von Investor und Stadt als „Bürgerbeteiligungstheater“. Ihren Rückzug begründen sie damit, dass ihre Forderungen nicht aufgegriffen werden. Dazu gehört eine Prüfung, ob bestehende Gebäude auf dem Gelände erhalten werden können. Außerdem verlangt die Gruppe Informationen über den Verkaufspreis des Grundstücks sowie die geplante Rendite.

Stadtbaurat: Mehr Sozialwohnungen sind möglich

Baudezernent Uwe Bodemann hatte die Bürger beim zweiten öffentlichen Forum aufgefordert, ihre Ansprüche zu formulieren. Er betonte allerdings auch, dass der Rat der Stadt das letzte Wort hat. Die Stadt wird in einem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor Bedingungen formulieren. Grundsätzlich sind in Hannover bei einem neuen Wohnprojekt 30 Prozent Sozialwohnungen vorgegeben. In der Nordstadt könnten es aber auch 50 Prozent werden, hatte Bodemann bei der Gelegenheit angekündigt. Dies hänge auch vom Beteiligungsprozess ab.

Von Bärbel Hilbig

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