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Aus der Stadt Investor startet Dialog zum Bumke-Gelände
Hannover Aus der Stadt Investor startet Dialog zum Bumke-Gelände
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16:09 22.01.2019
Der Sanitärgroßhandel Bumke verlässt voraussichtlich Ende 2019 den Engelbosteler Damm. Quelle: HAZ/Archiv
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Nordstadt

Die Planungen für Wohnbebauung auf dem Bumke-Gelände am Engelbosteler Damm gehen in die Startphase. Das Theo Gerlach Wohnungsbau-Unternehmen will im Vorfeld Bürger einbeziehen und lädt am 31. Januar zur öffentlichen Diskussion über das neue Wohnquartier. „Wir wollen ein Projekt entwickeln, das funktioniert und zur Nordstadt passt. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir vor dem Beginn der Planungen in den Dialog gehen und Ideen einsammeln“, sagt Gerlach-Geschäftsführer Helmut Kummer.

Der hannoversche Bauträger hat bereits Ende 2017 das Firmengelände des Elektro-, Heizungs- und Sanitärgroßhandels Hermann Albert Bumke erworben. Im Laufe vieler Jahrzehnte hat die Firma Bumke zur Erweiterung Grundstücke mit Gebäuden aus verschiedenen Epochen hinzugekauft, das rund 8.200 Quadratmeter große Grundstück erstreckt sich deshalb auch über mehrere Hinterhöfe. Die Stadt Hannover hat einen Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan eingeleitet, der statt Gewerbe ein allgemeines Wohngebiet auf dem Areal vorsieht.

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„Für den Standort ergeben sich einmalige Entwicklungsmöglichkeiten“, glaubt Kummer. Denkbar sei eine Entsiegelung eines Teils der Fläche oder auch ein öffentlich zugänglicher Weg über das Gelände. Bisher sei offen, welche Art und Größe von Wohnungen entsteht, ob zur Miete oder als Eigentum. Ziel sei ein urbanes und vielfältiges Bebauungskonzept. „Wir wollen damit zielgerichtet auf den Bedarf eingehen.“ An der Front zum Engelbosteler Damm will die Theo Gerlach Wohnungsbau voraussichtlich Gewerbe oder Einzelhandel einplanen.

Zur Vorplanung hat Gerlach bereits vergangenen November den Bezirksrat Nord, Kirchengemeinden, Gewerbetreibende von Spandau und 24 Grad, den Verein Spokusa und einzelne engagierte Bürger zu einer Arbeitsgruppe geladen sowie andere angefragt. Bei einem Rundgang ging es auch um die Frage, ob sich die bestehenden Gebäude zum Wohnen umnutzen lassen. „Wir wollen das diskutieren. Aber es ist schwer vorstellbar“, sagt Kummer.

Die Diskussion zum Bumke-Areal startet am 31. Januar um 18.30 Uhr in der Bürgerschule am Klaus-Müller-Kilian-Weg 2. Bereits am 24. Januar veranstaltet die Gruppe Interventionalistische Linke Hannover um 19 Uhr ein offenes Vorbereitungstreffen in der Bürgerschule. Die Gruppe kritisiert die steigenden Mieten in der Nordstadt und geht davon aus, dass die Entwicklung des Bumke-Geländes durch einen privaten Investor die Vergleichsmieten weiter in die Höhe treibt.

Von Bärbel Hilbig

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