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Aus der Stadt Gelände der alten Sophienklinik: Gundlach investiert 12,5 Millionen Euro
Hannover Aus der Stadt

Wohnungsbau im Warmbüchenviertel: Gelände der alten Sophienklinik: Gundlach investiert 12,5 Millionen Euro

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17:27 10.09.2019
Der Siegerentwurf sieht einen viergeschossigen Bau mit markanten Erkern an den Enden vor. Quelle: Heidrich
Hannover

Gewünscht war eine Architektur, die in die Nachbarschaft passt, aber moderne Akzente setzt. Weil es sich laut Stadtbaurat Uwe Bodemann um ein „kleines, aber feines Projekt“ handelt, haben die Stadt und das Wohnungsbauunternehmen Gundlach für die Bebauung des Geländes an der Dieterichstraße, in dem bis 2017 die Sophienklinik untergebracht war, einen Wettbewerb ausgelobt. Gundlach investiert nach Angaben von Geschäftsführer Lorenz Hansen rund 12,5 Millionen Euro für einen Gebäuderiegel mit 52 Wohnungen.

Nachbarn wirkten in der Jury mit

Gewonnen hat den Wettbewerb unter fünf Teilnehmern das Kasseler Büro Pape + Pape, das mittlerweile in Hannover Spuren gesetzt und auch eine Dependance hat. Die Architekten waren unter anderem für eines der Gebäude am Marstall und den markanten neuen Zoo-Eingang verantwortlich. „In der Jury waren auch Nachbarn vertreten. Das ist etwas Besonderes und auch wichtig, weil wir in der bebauten Stadt arbeiten“, erklärt Hansen.

Fassade besteht aus hellem Klinker

Das Gebäude auf dem knapp 2500 Quadratmeter messenden Grundstück nimmt laut Jury „Bezug auf die unaufgeregte Nachbarschaft mit Fünfzigerjahre-Bauten“. Ulrike Pape und ihre Kollegen haben einen viergeschossigen, langgestreckten Baukörper mit geneigtem Dach und markanten Erkern an den Enden entworfen. Das Gebäude erhält eine Fassade aus hellem Klinker, eine Vorgartenzone und eine Tiefgarage.

Der Großteil wird Eigentumswohnungen

Gundlach will ein Viertel der Wohnungen zu geförderten und damit preisgünstigen Mieten auf den Markt bringen. Der Rest steht als Eigentumswohnungen zum Verkauf. Hansen beschreibt das Projekt nahe der City als mittel- bis höherwertige Lage. „Es entstehen Verkaufspreise zwischen 4000 und 5000 Euro pro Quadratmeter“, sagt er.

Um das Projekt umsetzen zu können, muss der Bebauungsplan geändert werden. Erfahrungsgemäß dauert das Verfahren bis zu zwei Jahre. Unmittelbar danach will Gundlach die Arbeiten in Angriff nehmen, muss zuvor aber noch ein wichtiges Detail klären – den Anschluss des Gebäudes an die Häuser und Grundstücke in der nördlichen Nachbarschaft in Grenzbebauung. Dies soll in engem Dialog mit den Anliegern geschehen. Folge ist aber, dass das Unternehmen derzeit in zwei Bauabschnitten plant – einen großen für den Südteil des Gebäudes, einen kleineren für den Nordteil.

Die Entwürfe aus dem Architektenwettbewerb sind noch bis zum 26. September im ersten Obergeschoss der Bauverwaltung am Rudolf-Hillebrecht-Platz zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

Klinik steht seit 2017 an der Bult

Die Sophienklinik ist im Jahr 1951 mit drei Abteilungen und 28 Betten an der Dieterichstraße eröffnet worden. Später kam noch ein zweiter Standort in Vahrenwald an der Omptedastraße hinzu. Im Laufe der Zeit wuchs die Sophienklinik zu einem der größten Belegarztkrankenhäuser Deutschlands heran.

Deshalb wurde es an den ursprünglichen Standorten zu eng. Im September 2017 zog die Klinik in ein neues Gebäude am Bischofsholer Damm um, das 30 Millionen Euro gekostet hat. Es beherbergt nunmehr acht Fachgebiete mit 128 Betten; Belegärzte aus 50 unterschiedlichen Praxen behandelt dort die Patienten.

Das alte Klinikgebäude in der Dieterichstraße ist mittlerweile abgerissen.

Von Bernd Haase

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