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Aus der Stadt Region Hannover rät vor Reisen zu Impfung
Hannover Aus der Stadt

Zecken: Region Hannover rät vor Reisen zu Impfung

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00:21 18.05.2019
Zecken erwachen jetzt aus der Winterruhe. Quelle: Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
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Hannover

Wer Wanderungen im Süden Deutschlands oder eine Radtour durch das Emsland plant, sollte sich impfen lassen. Das rät das Gesundheitsamt der Region angesichts gefährlicher Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose, die von Zecken auf den Menschen übertragen werden. Die Erreger für FSME sind bisher nicht in der Region Hannover aufgetreten, das Gesundheitsamt empfiehlt aber eine vorbeugenden Impfung, falls das Reiseziel in einem FSME-Risikogebiet liegt. Dazu zählen in diesem Jahr nicht nur viele Länder in Mittel- und Osteuropa, sondern auch Süddeutschland und der Landkreis Emsland. „Derzeit gibt es keine Therapiemöglichkeiten bei FSME-Infektionen“, sagt Mustafa Yilmaz, Leiter des Gesundheitsamtes.

Impfung vor Reisen in Risikogebiete empfohlen

Auch wenn in Hannover und dem Umland noch kein FSME-Fall aufgetreten sei, könne eine Impfung sinnvoll sein, sagt Yilmaz. Dies gelte „besonders für Personen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in der freien Natur aufhalten“. Symptome für die Krankheit sind Muskel- und Gliederschmerzen, Gleichgewichtsverlust, Störungen des Bewegungsapparats oder hohes Fieber. In den meisten Fällen heilt die Krankheit komplett ab, in Einzelfällen führt sie aber zum Tode oder es bleiben Lähmungen und Gleichgewichtsstörungen zurück.

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Bei Borreliose-Verdacht zum Arzt

Die Borreliose ist meist an einer großen, kreisrunden Rötung um den Biss zu erkennen: Der Durchmesser beträgt mindestens vier Zentimeter. Die Stelle kann Fieber und Muskelschmerzen auslösen. Betroffene sollten umgehend zum Arzt gehen. Mit Antibiotika kann die Erkrankung innerhalb kurzer Zeit geheilt werden. Bleibt die Behandlung aus, kann Borreliose schwerere Ausmaße annehmen.

Zecken nicht mithilfe von Öl und Nagellackentferner herausziehen

Zum Schutz vor Zeckenbissen rät die Region, hohes Gras oder Unterholz zu meiden. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden. Hat sich ein Tier festgebissen, darf es nicht gequetscht, sondern sollte langsam herausgezogen werden. Öl oder Nagellackentferner sind dazu nicht geeignet.

Aktuell besteht das Risiko, dass sich neue Zeckenarten in der Region ausbreiten.

Von Bärbel Hilbig