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Aus der Stadt Ministerpräsident besucht Panorama am Zoo
Hannover Aus der Stadt Ministerpräsident besucht Panorama am Zoo
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16:08 17.07.2018
Regionspräsident Hauke Jagau (v.li.), Zoo-Chef Andreas Casdorff und Ministerpräsident Stephan Weil schauen sich das Dschungel-Gemälde im Zoo-Panorama an. Quelle: www.fotowilde.de
Hannover

Das neue Panorama am Zoo leidet unter Besuchermangel, doch ein prominenter Gast hat der Dschungel-Ausstellung jetzt einen Besuch abgestattet. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich am Dienstag auf Einladung von Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) und Zoo-Direktor Andreas Casdorff die 360-Grad-Landschaft in dem zylindrischen Bau angeschaut. „Ich bin beeindruckt, das wird nicht mein letzter Besuch gewesen sein“, sagte Weil. Sollte er erst im nächsten Jahr Zeit finden, kann er möglicherweise schon ein anderes Motiv bewundern.

Das Amazonien-Panorama stammt vom Berliner Künstler Yadegar Asisi. Der hatte auf Reisen in den Regenwald rund um den Amazonas etliche Fotos geschossen und die Bilder am Computer mit eigenen Zeichnungen verbunden. Das Gesamtkunstwerk wurde auf Stoffbahnen gedruckt und in dem 32 Meter hohen Rundbau am Zoo aufgehängt. Seit November 2017 ist die Dschungel-Landschaft zu sehen. Neben Amazonien hat Asisi noch andere Motive entwickelt, das Great Barrier Reef, den Himalaya und historische Szenerien, etwa die Völkerschlacht, die in Leipzig gezeigt wird. Die Stoffbahnen können innerhalb weniger Tage abgehängt und ausgetauscht werden, um ein neues Motiv zu präsentieren.

„Bis zum Jahresende bleibt Amazonien zu sehen“, sagt Zoo-Chef Casdorff. Was im nächsten Jahr geschehe, müsse man sich überlegen. Klar sei aber, dass naturnahe Bilder und keine historischen Szenen gezeigt werden. „Es muss zum Zoo passen“, sagt Casdorff. Derzeit arbeitet Künstler Asisi an einer Arktis-Landschaft. Die wäre eine sinnvolle Ergänzung zum Yukon-Bay-Gehege mit seinen Eisbären und Robben.

Das Panorama erfüllt bisher nicht die Erwartungen, zumindest in Sachen Besucherzuspruch. Die Zahlen liegen deutlich unter der Zielmarke. 280.000 Gäste wollte der Zoo in den ersten 12 Monaten im Panorama willkommen heißen, in den ersten drei Monaten sind nur 20.000 Besucher gekommen. Casdorff hat das Ziel auf 200.000 Gäste heruntergesetzt. Wie hoch der Zuspruch derzeit ist, will der Zoo-Chef nicht verraten. „Es ist vertraglich mit dem Künstler vereinbart, keine Zahlen zu nennen“, sagt er. Er mache sich aber keine Sorgen um die Zukunft des Panoramas.

Inzwischen hat der Zoo die Eintrittspreise für das Panorama heruntergesetzt. Erwachsene bezahlen jetzt nicht mehr 12,80 Euro, sondern 11, 50 Euro. So viel kostet der Eintritt derzeit auch im erfolgreichen Panorama in Leipzig. „Unsere Ausstellung muss sich mehr herumsprechen“, sagt Regionspräsident Jagau. Diejenigen, die sie gesehen haben, seien begeistert, aber die Hannoveraner seien nun einmal kritisch.

Von Andreas Schinkel

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