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Aus der Stadt 2,1 Milliarden Euro: Hierfür gibt die Region Hannover im kommenden Jahr Geld aus
Hannover Aus der Stadt

Zoo Hannover: Jetzt wieder aus Steuergeld mitfinanziert

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20:02 24.09.2019
Der Zoo Hannover ist beliebt, und braucht trotzdem Geld – künftig auch wieder vom Steuerzahler. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau hat am Dienstag der Regionsversammlung die wichtigsten Daten für den Haushalt des kommenden Jahres vorgestellt. Der Etat hat insgesamt ein Volumen von 2,1 Milliarden Euro und ist damit in etwa so hoch wie im Vorjahr. Schwerpunkte der Investitionen in Höhe von rund 120 Millionen Euro sind im kommenden Jahr der Ausbau der Krankenhäuser, neue Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr sowie schnelles Internet in den Schulen – und auch der Zoo soll profitieren. Das sind die geplanten Ausgaben im Detail:

Sanierung und Modernisierung von Krankenhäusern

Das Regionsklinikum soll einen Zuschuss von 30 Millionen Euro zur Stärkung des Eigenkapitals erhalten. Für die Sanierung von Stationen in den Krankenhäusern des Klinikums, sowie Bettenaufzüge, Medizintechnik und Digitalisierung sind 18,6 Millionen Euro vorgesehen. Für Planungskosten für den 2. Bauabschnitt des Robert-Koch-Klinikums in Gehrden ist eine Million Euro eingeplant.

Regelmäßige Zuschüsse für den Zoo

Der Zoo Hannover soll, wie schon in früheren Jahren, wieder regelmäßige Zuschüsse bekommen. Vorgesehen sind für das kommende Jahr 4 Millionen Euro, 3,5 Millionen Euro in 2021, 3 Millionen in 2022 und jeweils 2,8 Millionen Euro in den Jahren 2023 bis 2025. Zudem ist die Umwandlung des Zoos in eine gemeinnützige Gesellschaft geplant, dann kann einfacher Geld von Sponsoren fließen.

Glasfaser-Internet für alle Schulen

Bis Ende 2021 sollen alle Schulen in der Region an das Glasfasernetz angeschlossen werden, dafür übernimmt die Region den kommunalen Eigenanteil von bis zu vier Millionen Euro. In die Berufsschulen investiert die Region im kommenden Jahr insgesamt 19,7 Millionen Euro, in die Förderschulen 18,7 Millionen Euro.

Schülercard gilt künftig auch in den Ferien

Im Verkehrsbereich hob Jagau die Vereinheitlichung der Tarifzonen für Tickets und Cards hervor. Außerdem soll die Schülercard künftig auch in den Schulferien gültig sein. Für die Anschaffung von 48 E-Bussen für die Üstra gibt die Region 27 Millionen Euro aus, noch einmal 26 Millionen Euro kommen vom Land. Zudem werden 15 Elektrofahrzeuge für das Regiobus angeschafft und ein gemeinsames Ladenetz für die Busse von Üstra und Regiobus aufgebaut.

Jagau hob auch den Bau des Fahrradparkhauses in Wunstorf hervor, die Kosten hierfür betragen 1,5 Millionen Euro. Der Regionspräsident hofft, dass Geld aus den Klimaschutzpaket der Bundesregierung auch in den Verkehrsbereich der Region fließt, allerdings seien die Förderbedingungen noch nicht klar.

Streit um Regionsumlage ist Thema der Haushaltsdebatte

In den Mittelpunkt seiner Rede hatte Jagau den Streit mit den Städten und Gemeinden über die Höhe der Regionsumlage gestellt. Der SPD-Politiker sagte, er sei nicht bereit den Forderungen der Kommunen nach einer Senkung der Umlage nachzugeben.

Jagau hob hervor, dass die Regionspolitiker nun entscheiden müssten, wie hoch die Umlage ausfällt – immerhin die wichtigste Einnahmequelle der Region. Die Region Hannover plant den Etat für das kommende Jahr mit einer Umlage von 799 Millionen Euro, die Städte und Gemeinden hatten zuletzt 735 Millionen Euro angeboten.

Lesen Sie mehr:
Wer zahlt für Kindergärten und Feuerwehr? Städte und Region streiten ums Geld

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Von Mathias Klein

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