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Aus der Stadt Eisbären: Charlotte kommt, Nanuq geht
Hannover Aus der Stadt Eisbären: Charlotte kommt, Nanuq geht
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16:49 26.03.2019
Die Tage von Eisbär Nanuq im Tierpark an der Eilenriede sind gezählt. Quelle: Zoo Hannover
Hannover

Der Zoo hat eine zweite Eisbärin bekommen. Am Montag traf das vierjährige Tier mit Namen Charlotte aus dem Tierpark in Nürnberg in Hannover ein. Im Gegenzug wird das elfjährige Männchen Nanuq in Kürze Richtung Franken verabschiedet. Danach sind weibliche Tiere zum ersten Mal seit Eröffnung der Polarlandschaft Yukon Bay mit zwei zu eins in der Überzahl.

Weibchen Milana hatte sich für Sprinter entschieden

Der Bärentausch mit Nürnberg geschieht in Absprach mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. In Nürnberg wurden Mutter Vera und ihre Tochter Charlotte getrennt und damit ein Platz im Gehege frei. Den übernimmt der Hannoveraner mit dem Ziel, dort in die Nachwuchsarbeit einzusteigen. In seinem Heimatzoo konnte er das nicht. Eisbärin Milana, die dort für die Mutterrolle vorgesehen ist, hatte sich für das zweite Männchen Sprinter entschieden.

„Zwischen den beiden funktioniert es, die Pfleger haben Paarungen beobachtet“, sagt Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Ob die auch fruchtbar waren, wird sich im Frühjahr 2020 erweisen. Der Nürnbergerin kommt die Rolle einer Spielgefährtin für Milana zu. Um die Gefahr auszuschließen, dass der Eisbär Sprinter in Sachen Partnerinnenwahl kurzfristig noch einmal umdisponiert, dürfen er und Charlotte nicht gemeinsam in einem Bereich gehalten werden. „Die Anlage ermöglicht das“, sagt Hagenmeyer. Der Neuzugang muss zur Eingewöhnung vorerst noch hinter den Kulissen bleiben.

Shop im neuen Eingangsgebäude öffnet

Unterdessen geht die zählebige Geschichte um den Bau des neuen Eingangsgebäudes ihrem Ende entgegen. „Wir können von Sonnabend an den Shop eröffnen und die Besucher auch durch den Eingang aufs Gelände lassen“, sagt Zoo-Chef Andreas Casdorff. Ebenfalls zur Verfügung steht der neue Busparkplatz. Der Eintrittskartenverkauf findet allerdings noch bis nach den Osterferien im alten Servicegebäude statt. „Wir müssen die Drehkreuze und auch die EDV-Technik ab- und wieder aufbauen. Das wollen wir lieber erst nach den besucherstarken Ferientagen tun“, erklärt Casdorff.

Am Sonnabend werden die ersten Zoobesucher durch das Eingangsgebäude gehen können. Quelle: Samantha Franson

Das langgestreckte neue Entree mit seinen Holz- und Glaselementen und dem umgestalteten Vorplatz sollte eigentlich schon im Sommer 2018 fertig sein. Frost zu Beginn der Arbeiten vermiesten den Start. Danach hatte der Zoo wegen der guten Baukonjunktur Schwierigkeiten, geeignete Handwerksfirmen zu finden und die kalkulierten Preise zu halten. Letztlich verteuerte sich das Projekt mehrfach; zuletzt um gut eine Million Euro auf 5,6 Millionen Euro. „Weitere Kostensteigerungen stehen nicht mehr ins Haus“, sagt Casdorff.

Von Bernd Haase

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