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Zoo Hannover Machens soll den Zoo Hannover beraten
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Machens soll den Zoo Hannover beraten
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22:27 02.02.2011
Von Mathias Klein
Klaus-Michael Machens soll den Zoo Hannover beraten. Quelle: Ralf Decker

„Wir sollten die Erfahrung und die Kenntnisse von Machens weiterhin nutzen“, meinte er. Regionspräsident Hauke Jagau will den am 18. November auslaufenden Vertrag des Geschäftsführers nicht verlängern. Jagau wisse von den Plänen der Fraktion und befürworte sie, berichtete Messerschmidt. Weder der Regionspräsident noch der Zoochef waren am Mittwoch für eine Stellungnahme zu erreichen.

Wie lange Machens als Berater des Zoos arbeiten soll und wie er dafür entlohnt werde, konnte Messerschmidt am Mittwoch nicht sagen. „Das ist die Sache von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung“, meinte er. Der Fraktionschef sprach allerdings von einer „Übergangszeit“. Einen Posten im Aufsichtsrat erhalte der derzeitige Zoochef nicht, weil in dem Gremium nicht inhaltlich gearbeitet werde.

Nach Angaben von Messerschmidt hat die SPD-Fraktion eine lange Diskussion zu dem Thema geführt. Dabei habe es Kritik an Machens gegeben, weil dieser sich an die Öffentlichkeit gewandt habe. Einstimmig habe die Fraktion eine Vertragsverlängerung für zwei oder drei Jahre abgelehnt, sagte Messerschmidt. Seine Fraktion wolle, dass der zukünftige Geschäftsführer eine langfristige Perspektive habe und einen Masterplan entwickeln und umsetzen könne. Das erfordere einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. „Da Machens für diesen langen Zeitraum nicht mehr zur Verfügung steht, ist in den Gremien zeitnah über die Staffelübergabe zu entscheiden“, sagte er. Für die Suche nach einem Nachfolger soll auch nach Ansicht der SPD eine überparteiliche Findungskommission gebildet werden, wie sie Jagau bereits vorgeschlagen hatte.

In der Fraktion war nach dem Bericht von Messerschmidt auch ein Beschluss ohne ein Angebot an Machens diskutiert worden. Schließlich hätten sich aber die Kräfte durchgesetzt, die dem Geschäftsführer anbieten wollen, künftig den Zoo zu beraten.

Auch die Grünen haben sich am Mittwoch in der Fraktion mit dem Thema befasst. Sie unterstützen die bisherige Linie von Jagau. „Das Vertragsverhältnis mit dem Geschäftsführer endet vereinbarungsgemäß“, berichtete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Nieße von dem Ergebnis der Sitzung. Die zuständigen Gremien seien gefordert, „zeitnah eine Nachfolgelösung zu finden“. Der Beschluss sei nach kurzer Diskussion einstimmig gefasst worden, sagte sie. Die Möglichkeit, Machens einen Beratervertrag anzubieten, stand bei den Grünen nicht zur Debatte.

Die CDU dagegen macht sich weiterhin für eine zweijährige Verlängerung von Machens’ Vertrag als Zoochef stark. „Das sind wir Machens und dem Zoo schuldig“, sagte der Fraktionsvorsitzende Eberhard Wicke. In dieser Zeit könnten Jagau und Machens gemeinsam „in Ruhe“ nach einem geeigneten Nachfolger suchen. Wicke kündigte an, die mögliche Nichtverlängerung des Vertrages von Machens zum Wahlkampfthema zu machen. Der Zoochef habe ein deutschlandweit beachtetes Projekt geschaffen. Außerdem bedrohe der von Jagau entzündete Streit auch das Image von Stadt und Region.

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