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Zoo Hannover Streit um Kündigung von Hannovers Zoo-Chef eskaliert
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Streit um Kündigung von Hannovers Zoo-Chef eskaliert
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21:09 01.04.2011
Von Mathias Klein
Klaus-Michael Machens. Quelle: Ralf Decker

Beide hätten Machens gedroht, er werde angezeigt, wenn er seine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehme, um sich gegen seine Entlassung zu wehren.

Die Staatsanwaltschaft will erneut prüfen, ob es im Fall Machens Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung gibt. Dabei geht es um die Rechtsschutzversicherung, die Machens nach Darstellung des Aufsichtsrats auf Kosten des Zoos abgeschlossen hat und die er im Rechtsstreit um seine Entlassung nun in Anspruch nimmt. Am Donnerstag war die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis gekommen, dass es in diesem Zusammenhang „keine Anhaltspunkte für ein pflichtwidriges Verhalten“ von Machens gebe. Daraufhin erstattete Zoo-Anwalt Fastabend in derselben Sache Strafanzeige gegen Machens wegen Untreue. Damit wiederum wird sich die Staatsanwaltschaft nun befassen, wie deren Sprecherin Irene Silinger am Freitag sagte.

Der Vorwurf lautet im Kern, Machens habe eine private Versicherung auf Kosten des Zoos abgeschlossen, für die rund 10.000 Euro angefallen seien. Machens Anwälte wiederum machen geltend, dass die Versicherung Bestandteil eines umfassenden Versicherungspakets gewesen sei, das für alle Zoo-Mitarbeiter abgeschlossen wurde, um sie gegen alle möglichen Eventualitäten eines Zoo-Betriebs abzusichern. „Die Behauptung, dass Machens mit den Versicherungen etwas zu tun hat, stimmt nicht“, sagte Anwalt Schrader. Mit den Verhandlungen sei der damalige kaufmännische Leiter und aktuelle Geschäftsführer des Zoos, Frank Werner, betraut gewesen. „Es mag sein, dass Werner im Laufe der Verhandlungen den Überblick verloren haben könnte“, meinte Schrader. Zoo-Anwalt Fastabend wiederum kritisiert, Machens versuche, dem neuen Geschäftsführer alles „in die Schuhe“ zu schieben.

Machens-Anwalt Schrader hat am Freitag einen fünfseitigen Brief an die Mitglieder des Aufsichtsrats geschickt. Darin schreibt er unter anderem, dass die Vorwürfe gegen den früheren Zoo-Geschäftsführer nicht zuträfen. Er bietet Gespräche über eine gütliche Einigung an. „Die Eskalation muss endlich aufhören“, sagte Schrader.

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