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Zoo Hannover Themenlandschaft Yukon Bay beschert Rekordbesuch
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Themenlandschaft Yukon Bay beschert Rekordbesuch
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10:46 25.05.2010
Von Sonja Fröhlich
Wenn man winkt, kommen die Kegelrobben ans Fenster: Gleich nach den Eisbären war die Unterwasserwelt in der neuen Alaskalandschaft Yukon Bay eine Hauptattraktion im Zoo Hannover.
Wenn man winkt, kommen die Kegelrobben ans Fenster: Gleich nach den Eisbären war die Unterwasserwelt in der neuen Alaskalandschaft Yukon Bay eine Hauptattraktion im Zoo Hannover. Quelle: Martin Steiner
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Der stärkste Tag war der Pfingstsonntag mit 16 681 Besuchern. „Das war der größte Andrang seit Zoo-Gedenken“, freute sich Zoo-Chef Klaus-Michael Machens. Nach der Zoo-Statistik hatte gut ein Drittel der Besucher eine Anfahrt von mehr als einer Stunde in Kauf genommen. Trotz des Gedränges sei die Stimmung im Park zu allen Zeiten gut gewesen. „Das Konzept ist damit voll aufgegangen“, sagte Machens.

Eisbären, Wölfe, Pinguine: Die Alaskalandschaft Yukon Bay im Zoo Hannover wurde im Jahr 2010 eröffnet.

Auch die hannoversche Polizei ist zufrieden mit dem Wochenende im Zooviertel. „Es gab zu den Stoßzeiten zwar ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, aber darauf waren wir vorbereitet“, sagte Polizeisprecherin Anja Gläser. Das Parkhaus konnte auf den letzten Drücker doch noch fertiggestellt werden, sodass dort 960 Autos auf zwei Ebenen Platz fanden. Am Sonntag und Montag wurde die Fritz-Behrens-Allee an der Kreuzung zur Bernadotte-Allee gegen Mittag gesperrt, die Autofahrer über Rundfunkansagen zu den Parkplätzen am Hannover Congress Centrum und an der Hindenburgstraße verwiesen. Beschwerden von Anwohnern hätte es so gut wie keine gegeben. „Sie hatten sich auf die Eröffnung eingestellt“, sagte Gläser.

Am Sonnabend warteten gut 2000 Besucher bereits vor neun Uhr auf Einlass, die letzten zehn Sekunden wurde feierlich heruntergezählt – bis sich die Tore öffneten. Allerdings war es am Sonnabend deutlich leerer als an den beiden darauffolgenden Feiertagen, was wohl auch dem kühlen Wetter geschuldet war.

Neben viel Lob und unzähligen Gratulationen war vereinzelt auch Kritik zu hören, etwa was die spärlichen Informationen auf den Hinweistafeln zu den Tieren anging oder dass man die Voliere für die Schneeeulen als zu klein empfand. Auch von zu viel Kitsch war hin und wieder die Rede. An „Disneyland“ fühlten sich einige Besucher auch bei der inszenierten Eisbärenfütterung erinnert, bei der ein Tierpfleger in luftiger Höhe einen Hafenarbeiter mimt. Doch die meisten Reaktionen waren positiv. „Das ist kein Zoo, das ist ein Erlebnis – ein besonders schönes“, sagte etwa Marianne Stolze aus Osnabrück. Machens freute, dass die Tiere, allen voran die Eisbären, sich am Eröffnungswochenende von ihrer besten Seite gezeigt hätten und „sehr aktiv gewesen sind“. Allerdings gab es wegen Problemen mit den Gehegen noch nicht alle neuen Bewohner Yukon Bays zu bewundern. Pinguine und Bisons sollen aber bald ihre neuen Quartiere beziehen können. „Sie sitzen auf gepackten Koffern“, hieß es.

Video: Kim Bierbrauer