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Zoo Hannover Überschritt Hannovers Zoochef Machens das Yukon-Budget?
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Überschritt Hannovers Zoochef Machens das Yukon-Budget?
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20:54 06.04.2011
Von Mathias Klein
Der Zoo-Aufsichtsrat hat neue Vorwürfe gegen Klaus-Michael Machens erhoben. Quelle: Christian Burkert (Archivbild)

Angeblich soll er für das 35-Millionen-Projekt 1,5 Millionen Euro mehr ausgegeben haben als veranschlagt, hieß es aus dem Aufsichtsrat. Details zu den Vorwürfen wurden nicht bekannt, weil die elf Aufsichtsratsmitglieder Stillschweigen vereinbart haben.

In der Sitzung am Mittwoch wurde auch beschlossen, dass Machens kein neues Abfindungsangebot gemacht werden soll, wie es sein Anwalt gefordert hatte. Auch fühle man sich nicht mehr an das bisherige „großzügige Angebot“ gebunden. Bereits vor einigen Wochen soll Machens ein Auflösungsvertrag vorgelegt worden sein. Er sah dem Vernehmen nach neben dem normalen Jahresgehalt von rund 140.000 Euro bis zum November eine zusätzliche Zahlung von drei Monatsgehältern vor.

Dem früheren Zoo-Geschäftsführer wird außerdem vorgeworfen, er habe eine Arbeitsrechtschutzversicherung abgeschlossen um sich rechtlichen Beistand für den Fall seiner Kündigung zu sichern. Diese Versicherung, die vom Zoo bezahlt worden sei, habe er ohne Wissen des Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Zoo soll insgesamt rund 10.000 Euro Beiträge bezahlt haben. Der Aufsichtsrat wirft Machens Untreue vor.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt hatte, erstattete die Zoo GmbH in der vergangenen Woche Strafanzeige gegen Machens wegen Veruntreuung. Daraufhin hatte der Anwalt von Machens, Peter Schrader, Zoo-Aufsichtsratschef Hauke Jagau und Zoo-Anwalt Michael Fastabend Erpressung und Nötigung vorgeworfen. Beide hätten Machens gedroht, er werde angezeigt, wenn er seine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehme, um sich gegen seine Entlassung zu wehren.

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