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Zoo Hannover Yukon Bay: Einzug der Pinguine verzögert sich weiter
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Yukon Bay: Einzug der Pinguine verzögert sich weiter
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09:03 20.07.2010
Von Bernd Haase
Die Pinguine sollten längst in ihrer neuen Unterkunft in der Yukon Bay wohnen – doch weil es dort Schwierigkeiten mit dem Boden gibt, sind sie jetzt erst einmal im ehemaligen Walrossdomizil untergekommen (Bild). Quelle: Kris Finn
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Der Zoo hat noch einmal Verwendung für die alte Unterkunft des Anfang 2007 gestorbenen Walrosses Tanja gefunden, doch hätte aber gern darauf verzichtet. Denn weil die Behausung der Pinguine in der Yukon Bay weiterhin nicht bezugsfertig ist, dient das frühere Walrossdomizil den Tieren nun als Notunterkunft. Zoo-Geschäftsführer Klaus-Michael Machens will erreichen, dass die Vögel aber noch in den Sommerferien umziehen können.

Eigentlich sollten die Pinguine längst an Deck des Frachtschiffes Yukon Queen leben, das, so hat sich der Zoo die Geschichte dazu ausgedacht, in der Bucht von Yukon Bay gestrandet ist und nun dort liegt. Geworden ist daraus bisher nichts. Wegen Rissen in dem kunststoffgebundenen Sandboden sickert Wasser aus der Anlage. „Die Baufirma hat mittlerweile zwei Anläufe unternommen, den Boden dicht zu bekommen. Es ist aber nicht gelungen“, sagt Machens.

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Der Geschäftsführer fordert nun von der Firma ein Konzept, das er wiederum einem fachkundigen Berater vorlegen will. Dann will die Zooleitung entscheiden, ob es einen dritten Sanierungsversuch geben wird oder ob eventuell ein neues Verfahren eingesetzt werden muss. Immerhin ist der finanzielle Schaden, was den reinen Bau angeht, gemessen an den Gesamtkosten in Höhe von rund 35 Millionen Euro nicht sonderlich hoch. Die Arbeiten an dem Boden der Pinguinanlage stehen mit einem hohen fünfstelligen Betrag in den Büchern. Machens ärgert sich allerdings darüber, dass der Zoo, seine Besucher und die Pinguine weiterhin mit einem Provisorium vorlieb nehmen müssen. Das Unternehmen wirbt derzeit nicht mit den Vögeln; auf der Internetseite werden sie bei der Präsentation der Polarlandschaft nicht erwähnt.

Insgesamt verfügt der Zoo über 35 Pinguine. 33 davon sind Brillenpinguine, die beiden anderen eine in deutschen Zoos außerhalb Hannovers nicht anzutreffende Spezies: Felsenpinguine. „Sie sind leicht auszumachen, weil sie auf ihrem Kopf ein Büschel goldgelber Federn tragen“, sagt Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Ursprünglich haben die beiden putzigen Vögel im Wiener Zoo gelebt, womit das österreichische Element in Hannover weiter zunimmt: Auch zwei der drei Eisbären in der Yukon Bay stammen von dort. Eine eigene Felsenpinguin-Zucht können die Hannoveraner derzeit nicht aufbauen. „Es handelt sich bei den Tieren um zwei Weibchen“, sagt Hagenmeyer.

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