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Zoo Hannover Zwei weitere Jahre für Hannovers Zoochef Machens?
Hannover Aus der Stadt Zoo Hannover Zwei weitere Jahre für Hannovers Zoochef Machens?
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21:44 31.01.2011
Ehrung am Montagabend beim „Festival der Sinne“: Zoochef Klaus-Michael Machens (l.) bekommt den „Gastropodium Award“ – Laudator Stephan Weil gratuliert. Quelle: Martin Steiner

Im Streit um die Weiterbeschäftigung von Hannovers Zoochef Klaus-Michael Machens ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Verschiedene Mitglieder in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Zoos können sich eine Weiterbeschäftigung des Managers für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren vorstellen. Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Zoos, hatte Machens mitgeteilt, dass dessen Ende November auslaufender Vertrag nicht verlängert werden soll. Jagau begründete dies vor allem mit dem Alter Machens’, der in diesem Jahr 65 wird. In großen Teilen der Öffentlichkeit waren Jagaus Pläne auf großes Unverständnis gestoßen.

Die Entscheidung über eine Vertragsverlängerung trifft zunächst der Aufsichtsrat des Zoos, der aus zwölf Mitgliedern besteht. Drei davon sind Regionsabgeordnete der CDU – und neigen zu einer Weiterbeschäftigung Machens’. Christdemokrat Wilhelm Heidemann etwa kann sich eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre vorstellen.

Ähnlich sieht es Brigitte Nieße, die für die Grünen in dem Gremium sitzt. Sie meint, bis November lasse sich kein geeigneter Nachfolger finden. Auch für sie ist eine „Übergangsregelung denkbar“.

Die Regions-SPD zählt abgesehen von Jagau drei weitere Mitglieder. Der Regionsabgeordnete Wolfgang Schiemann kann Jagaus Haltung zwar nachvollziehen, verweist aber auf eine Fraktionssitzung am Mittwoch, die über die Haltung der SPD entscheiden soll. Fraktionschef Bodo Messerschmidt sagte gestern, die Region solle „das Know-how von Machens nutzen und dann eine langfristige Lösung finden“. Auch für ihn komme eine Übergangsregelung infrage.

Bereits klar positioniert haben sich auch die Zoofreunde Hannovers, die ebenfalls einen Sitz im Aufsichtsrat innehaben. Ihr Vorsitzender Prof. Horst Wissdorf hatte die Idee einer Übergangsregelung für zwei Jahre ins Spiel gebracht. Ebenfalls für Machens starkgemacht hatte sich die Personalvertretung des Zoos, deren Vorsitzender Detlef Meiners Sitz und Stimme im Aufsichtsrat hat. Die Chefs von Sparkasse und Tierärztlicher Hochschule, Walter Kleine und Prof. Gerhard Greif, die ebenfalls in dem Gremium sitzen, halten sich noch bedeckt.

Konkrete Planungen rund um eine mögliche Nachfolge gibt es bei der Region derweil offenbar nicht. Nach Ansicht Jagaus muss mit Abschluss des Projekts „Yukon Bay“ jetzt eine längere Phase der Konsolidierung und Sanierung folgen. Dafür sei Machens mit 65 Jahren zu alt. Am sogenannten Masterplan für die Sanierung arbeitet der Zoo bereits. Eine Variante, die im Aufsichtsrat diskutiert wird, ist die, dass Machens diese Sanierungsplanung noch erstellen und dann abtreten könnte.

Der Zoochef selbst wollte gestern beim „Festival der Sinne“ im HCC zu der Angelegenheit nichts sagen. Dort wurde er für die Zoogastronomie mit dem Branchenpreis „Gastropodium Award“ ausgezeichnet. Sein Laudator, Oberbürgermeister Stephan Weil, wollte „nur über die Vergangenheit, nicht die Zukunft“ von Machens sprechen. Er attestierte dem Zoochef einen „Riesenjob“.

Andreas Schinkel, Felix Harbart und Stefanie Kaune

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