Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt So reagieren HAZ-Leser auf Anwohnerbeschwerden zum Obdachlosenheim
Hannover Aus der Stadt

Zooviertel: So reagieren die HAZ-Leser auf die Anwohnerbeschwerden zur geplanten Obdachlosenunterkunft

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
12:15 28.01.2020
In diesen Häusern an der Kleefelder Straße sollen künftig bis zu 100 Obdachlose unterkommen. Anwohner befürchten, der nahe gelegene Stadtpark könnte zum Trinkertreffpunkt werden. Quelle: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

Die Stadt Hannover möchte im Zooviertel eine Unterkunft für Obdachlose einrichten. Anwohner wehren sich dagegen – sie befürchten Lärm, Schmutz und das Entstehen einer Trinkerszene im nahe gelegenen Stadtpark. Außerdem kritisieren sie, die Stadt habe sich über die Pläne in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht ausreichend informiert.

Auf der Facebook-Seite der HAZ hat der Bericht über den Anwohnerprotest viele Reaktionen provoziert. Die Meinungen sind recht eindeutig. Die meisten Kommentare sind geprägt von Verständnis für die Nöte der Obdachlosen. 100 Menschen sollen in den Häusern an der Kleefelder Straße untergebracht werden. Die Anliegen der Anwohner dagegen stoßen häufig auf Widerstand.

Lesen Sie auch: Anwohner im Zooviertel wehren sich gegen Obdachlosenunterkunft

Einige Kommentare im Überblick:

Lars Rogge etwa zieht den Vergleich zu erneuerbaren Energien – „solange es nicht in der direkten Umgebung ist, finden es alle toll“. Etwas spöttischer drückt es Björn Franzke aus: „Ich finde 100 Plätze sind viel zu wenig, um den Leuten aus dem Zooviertel mal die Realität vor Augen zu halten“.

„Es geht hier nicht um 100 Alkoholiker und Drogenkriminelle“

Hatti Müller versucht in einem Kommentar zu präzisieren, um wen es sich bei der angesprochenen Personengruppe überhaupt handelt: „Die Obdachlosenunterkünfte werden u.a. von recht unauffälligen Familien oder Einzelpersonen bewohnt, die aus unterschiedlichen Gründen übergangsweise keine eigene Wohnung mehr haben. Es geht hier nicht um 100 Alkoholiker oder Drogenkriminelle, die man im Zooviertel ungesehen verwahrlosen lassen will.“

„Ich lebe seit längerem im Zooviertel und finde das in Ordnung“

Elisabeth Andrich hingegen springt in puncto Stadtpark den Anwohnern zur Seite: „Was jedoch passiert, wenn man solche Orte der Obdachlosenszene überlässt, kann jeder von Ihnen 24 Stunden am Tag live am Weißekreuz-Platz nachempfinden“. Ein Bewohner des Zooviertels selbst meldet sich auch zu Wort. Kadir Özden schreibt: „Also ich lebe seit längerem im Zooviertel und finde das in Ordnung. Alle, die dagegen sind, sollten mal an ihrer Menschlichkeit arbeiten“.

Bastion Booger zeigt sich positiv überrascht von der Entscheidung der Kommunalpolitik: „Natürlich kann eine Obdachlosenunterkunft auch im Zooviertel erricht werden, genauso wie in jedem anderen Stadtteil. Also wenn das wirklich so durchgesetzt wird, dann wäre ich echt mal positiv überrascht von den verantwortlichen Personen in der Kommunalpolitik“.

SPD-Ratsmitglied will Anwohner ernst nehmen

SPD-Ratsmitglied Angelo Alter meldet sich zum Thema auf Twitter mit mäßigenden Worten: „Man kann zu den Bedenken stehen, wie man möchte, aber man muss die Anwohner ernst nehmen. Meines Erachtens sollte OB Onay dafür sorgen, dass sein Baudezernat die Anwohner anständig einbindet mit dem Ziel, Akzeptanz zu schaffen und Klagen abzuwenden.“

Lesen Sie auch

Von Sebastian Stein

Wegen einer Störung zwischen Hannover und Hamburg kommt es auf der Strecke am Dienstag zu Beeinträchtigungen. Die Züge werden umgeleitet. Halte in Uelzen und Lüneburg fallen aus.

28.01.2020

Die Kirche wird bei diesem Stück zum Feenreich: An zwölf Terminen präsentiert die Theatergruppe der Matthiaskirche den „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. Schon bei der ersten Inszenierung im Jahr 1991 waren einige der Darsteller dabei – für die Neuauflage proben sie seit dem Sommer.

28.01.2020

Als eine seiner ersten weitreichenden Amtshandlungen wird Hannovers neuer Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) die Stadtverwaltung neu ordnen. Ein neuer Personaldezernent muss gefunden werden, das Kulturdezernat soll nach Informationen der HAZ gestärkt werden. Die CDU hofft als zweitstärkste Fraktion im Rat, mit einem eigenen Kandidaten in der Führungsriege des Rathauses vertreten zu sein.

29.01.2020