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Aus der Stadt Sturmtief „Eberhard“: Entspannung am Hauptbahnhof
Hannover Aus der Stadt Sturmtief „Eberhard“: Entspannung am Hauptbahnhof
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10:06 11.03.2019
Der bange Blick nach oben für manchen Reisenden am Sonntag im hannoverschen Hauptbahnhof: Fährt mein Zug? Quelle: Morchner
Hannover

Nach dem Sturmtief Eberhard abgeflaut ist, müssen Bahnreisende in Niedersachsen und Bremen teilweise noch Geduld mitbringen. Während die S-Bahnen im Raum Hannover nach Fahrplan unterwegs waren und auch bei den Regionalzügen keine längeren Wartezeiten mehr anstanden, sah es im Fernverkehr etwas anders aus. „Die Lage hat sich aber deutlich entspannt“, sagte eine Bahn-Sprecherin am Montagmorgen.

Es fehlen Wagen

Sowohl auf der Nord-Süd-Strecke als auch auf der Ost-West-Verbindung fielen in Hannover zwar kaum noch Fernzüge aus, aber einige waren mit weniger Wagen als im Fahrplan vorgesehen unterwegs. Deshalb galten Reservierungen nicht. An den Einstiegstüren gab es teilweise heftiges Gedränge. Einige kapitulierten: „Ich trinke erst einmal einen Kaffee und sehe zu, ob es etwas später klappt“, sagte Heinrich Diedloff, der mit dem IC um 9.22 nach Berlin wollte. Gerade für die Züge Richtung Bundeshauptstadt und Richtung München warnte die Bahn auch auf ihrer Netzseite und in Durchsagen vor „außergewöhnlich hohem Reisendenaufkommen“.

Der Hauptbahnhof Hannover wart am Sonntag zum unfreiwilligen Haltepunkt zahlreicher Bahnreisender geworden. Nachdem in Nordrhein-Westfalen am Nachmittag wegen der Auswirkungen des Sturmtiefs „Eberhard“ der der Fernverkehr vollständig und der Regionalverkehr teilweise eingestellt worden war, fuhren viele Fernzüge nur bis Hannover. Wie viele Züge davon betroffen waren, konnte die Bahn auch auf Nachfrage nicht mitteilen. An den Schaltern und vor dem Reisezentrum der Deutschen Bahn hatten sich bereits am späten Nachmittag lange Warteschlangen gebildet, weil die Betroffenen nicht wussten, wie sie ihre Fahrt fortsetzen sollten.

Die Bahn versuchte, die Reisenden über Lautsprecherdurchsagen zu informieren. Das glückte nur teilweise, weil die Ansagen nur schlecht bis gar nicht zu verstehen waren. Gegen 19 Uhr fuhren die ersten Ersatzbusse vom Zentralen Omnibusbahnhof in Richtung Westen ab, was für ein wenig Entlastung in der Bahnhofshalle sorgte. Zwischendurch fuhren vereinzelt auch Regionalbahnen in Richtung Bielefeld ab. Guten Umsatz machten die Autoverleiher im Hauptbahnhof. Ihre Flotte war nach knapp zwei Stunden ausgebucht, weil viele Reisende sich dazu entschlossen hatten, ihre Fahrt mit dem Wagen fortzusetzen.

Bahn hebt Zugbindung auf

Die Bahn hob aufgrund der Ereignisse bereits am Nachmittag die Zugbindung auf und wies darauf hin, dass bereits gekaufte Fahrkarten kostenlos storniert werden können. Für Familie Bernd aus Overath bei Köln war das allerdings keine Option. Sie hatten am Wochenende Freunde in Berlin besucht und mussten am Sonntag noch nach Hause. „Morgen müssen wir alle wieder arbeiten und in die Schule“, sagt Vater Klaus Bernd.

Am Montagmorgen stellte sich die Lage in Nordrhein-Westfalen so dar, dass einige Regionalverbindungen in sowie mehrere ICE-Verbindungen zwischen Köln und Frankfurt ausfallen. Die Strecke Köln-Wuppertal-Dortmund war ab 8 Uhr wieder befahrbar sein, die Verbindung Altenbeken-Hamm soll am Nachmittag wieder frei sein. Die Nordwestbahn, die am Sonntag Fahrten in Ostwestfalen und Südniedersachsen einstellen musste, ist wieder unterwegs. Es kommt aber noch zu Verspätungen.

Von Tobias Morchner und Bernd Haase

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