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Aus der Stadt Direktor muss länger arbeiten
Hannover Aus der Stadt Direktor muss länger arbeiten
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11:28 30.01.2019
Darf noch nicht aufhören: vdw-Direktor Heiner Pott (Mitte) mit Andreas Otto und Minister Olaf Lies. Quelle: Conrad von Meding
Hannover

Mit einem Festakt im Alten Rathaus ist am Dienstag der Direktor des Verbands der Wohnungswirtschaft (vdw), Heiner Pott, in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit der Ruhe aber wird es vorerst nichts: Nachfolger Dirk Gerstle aus Berlin hat sich überraschend umentschieden und tritt das Amt nicht an. Hinter den Kulissen hat eine hektische Suche nach Ersatz begonnen – und Pott wird zunächst weiterarbeiten.

150 Gäste waren in den Altstadt-Festsaal gekommen, und etwas skurril war es schon, dass die plötzliche Wendung keiner der Reden zur Sprache kam, obwohl alle Gäste davon wussten. Verbandsratsvorstand Andreas Otto schenkte im Namen der Wohnungswirtschaft eine Gitarre, damit Pott im beginnenden Ruhestand Musik machen kann; Verbands-Bundeschef Axel Gedaschko bescheinigte dem 64-Jährigen, „bis zum Abschied Gas gegeben“ zu haben. Doch das wird der nun auch weiter tun müssen.

Sechs Jahre lang hat Pott, zuvor Oberbürgermeister von Lingen und Staatssekretär der Landesregierung, Impulse in der Wohnungspolitik gegeben. Niedersachsens Bauminister Olaf Lies lobte, dass von Pott die Initiative für das Bündnis für Wohnen ausging, mit dem das Land bis 2030 rund 40.000 neue Wohnungen bauen lassen will. Pott habe sich stets gegen ein „Weiter so“ ausgesprochen, sagte Lies: „Sie waren der Motor für die Kehrtwende der Wohnungsbaupolitik im Land.“

Erst in seinen Abschiedsworten bekannte Pott, dass er „für die nächsten Wochen im Amt bleiben“ werde. Unter der Hand werden verschiedene Namen für seine Nachfolge gehandelt, bislang gibt es aber noch nichts Konkretes. Dabei ist der Verband ein attraktiver Arbeitgeber: Er repräsentiert 168 ehemals gemeinnützige Wohnungsunternehmen aus Niedersachsen und Bremen, die zusammen gut 300.000 Wohnungen besitzen. Sie seien ein „verantwortungsvolle Vermieter“, sagte Lies, und „ein Garant für bezahlbaren Wohnraum“.

Von Conrad von Meding

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