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Hannover Ein Digitalfestival als Nachfolger der Cebit?
Hannover Ein Digitalfestival als Nachfolger der Cebit?
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06:00 11.12.2018
Im vergangenen Sommer wollte die Cebit sich als Digitalfestival neu erfinden. Der Versuch schlug fehl – nun gibt es Pläne für ein Nachfolge-Festival Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Kaum zwei Wochen nach dem offiziellen Aus für die Digital-Messe Cebit gibt es bereits Pläne für ein Nachfolge-Format. Die Hannoversche Landtags-Abgeordnete Mareike Wulf (CDU) hat eine Gruppe von Unternehmern um sich geschart, die ein neues Konzept entwickeln wollen. „Man braucht dazu vielleicht nicht unbedingt eine Messe“, sagte Wulff der HAZ. „Ich würde mir eher so etwas wie ein Digital-Festival vorstellen, wo sich Firmen aus der Branche vernetzen können, das aber auch für breite Besuchergruppen interessant ist.“

Wulf hält das Ende der Cebit nach 40 Jahren aus ökonomisch Gründen für „völlig nachvollziehbar“. Allerdings seien gerade bei der letzten Cebit eine Menge an Start-Ups mobilisiert worden – junge kreative Unternehmen, die sich bundes- und sogar weltweit präsentiert hätten. „Für die fällt natürlich nach der letzten Cebit ein Format weg, das gebraucht wird.“ Wulf: „Die Cebit hört in dem Moment auf, in dem die Digitalisierung eigentlich für alle interessant wird.“ Jeder mache sich Gedanken darüber, wie er mit den eigenen Daten umgehe, wie er seine Kinder vor Gewaltvideos im Netz schütze. „Wenn junge Menschen heutzutage eher eine negatives Bild vom Internet oder sogar Angst davor haben, dann zeigt das ja auch, dass wir da einen großen Informations- und Handlungsbedarf haben.“

Erstes Ergebnis schon 2019?

Der Impuls für ein neues Format sei von Unternehmern aus ihrem Wahlkreis ausgegangen, erklärte Wulf. An einem ersten Gespräch hätten 14 Leute teilgenommen. „Die haben mir versichert, dass sie Lust haben etwas zu machen, eine Idee und ein Format zu entwickeln“, sagte die CDU-Fraktionsvize im Landtag. Jetzt gelte es, in der Stadt für Unterstützung zu werben. „Im Idealfall wäre es schön, wenn man es schaffen würde, im kommenden Jahr etwas auf die Beine zu stellen – und wenn es nur etwas kleines ist.“

Wulf hält ein Format in der Innenstadt für sinnvoll. „Es gab schon einen Ansatz der Stadt Hannover für eine Art Ideen-Boulevard – parallel zum Maschseefest. Man könnte aber auch ein Open-Air am Kröpcke machen – und Hightech- oder Start-Up-Unternehmen einladen, das zu gestalten“, sagte sie. „Die Idee – und das ist wichtig – muss aus der Branche selbst kommen.“ Die Politik dürfe das nicht vorschreiben.

„Zukunftsthemen greifbar machen“

„Mit dem Masterplan Digitalisierung treiben wir den Breitbandausbau voran, aber damit ist ja noch nicht die Frage geklärt, wie wir in der digitalen Welt leben wollen“, sagte Wulf. „Wie gehen wir mit den Herausforderungen um, die sich für jeden stellen? Was bedeutet die Entwicklung von künstlicher Intelligenz? Wie gehen wir um mit den Datenmassen?“ Die Politik müsse sich überlegen, ob sie in ein kleines Hightech-Festival in Hannover investieren wolle, dass das Potenzial habe zu wachsen – „und die Zukunftsthemen für uns greifbar zu machen“.

Von Marco Seng

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